Selbstgemacht am Besten: Himbeermarmelade dreimal anders

Selbstgemachte Himbeermarmelade: dreimal anders, dreimal gut. Mit Chiasamen, mit weißer Schokolade oder klassisch wie von Oma. Welche ist Dein Favorit?

Wenn Dich die besten Freundinnen zum Himbeerenpflücke überreden, und Du dich an einem schnöden Mittwochabend mit 3 kg Himbeeren im Gepäck in der Küche wiederfindest… DANN ist ein wenig Improvisation gefragt…

Himbeeren sind zwar verdammt lecker (ist ja aber auch nicht so, dass ich nicht schon mindestens ein halbes Kilo extra beim Pflücken verdrückt hätte), aber leider so pur nicht sonderlich lange haltbar.
Also tun mit den Früchtchen? Einfrieren? Zu langweilig. Und wie meine Freundin so schön sagte : „Dann kann ich sie auch gleich tiefgefroren kaufen“. Wohl wahr. Und außerdem zu schade, weil bei mir doch so einiges, was in der Gefriertruhe landet, auch auf Ewigkeiten dort verbleibt …*hüstel … Eine schöne Himbeertorte? Auch eine Spitzenidee, aber die dann bitte erst zum Wochenende mit Chance auf eine gemütliche Kaffeestunde im Garten.

Nun gut. Also doch Marmelade kochen. Das erschien mir zumindest die cleverste Lösung, aus vielerlei Gründen.
Selbstgemachte Marmelade schmeckt einfach immer noch am Besten. Und es gibt doch nichts Schöneres, als den Geschmack des Sommers zu konservieren und bei Bedarf im Winter wieder hervorzuzaubern, oder?
Selbstgemachte Marmelade macht außerdem noch richtig was her bei der nächsten Frühstückseinladung und prima Verschenken lässt sie sich obendrein auch noch.

Allerdings konnte ich es doch nicht lassen, und musste mich zumindest an ein paar kleinere Experimente wagen:

Bei uns gibt’s die Himbeermarmelade in diesem Jahr nämlich dreimal anders: einmal Himbeermarmelade klassisch „wie von Oma“, Himbeermarmelade mit weißer Schokolade und -ganz abgefahren- Himbeer-Chiamarmelade. Jede anders, aber jede lecker. So lecker, dass ich gar nicht anders konnte, als schnell ein paar Fotos zu machen und Euch zumindest die Rezepte hier zu lassen. Bitteschön:

1.Himbeermarmelade wie von Oma

Die klassische Variante. Von der ich eigentlich dachte, dass sie mir zu süß ist, aber das ist wohl eher bei den gekauften der Fall. Diese hier ist jedenfalls ausgesprochen lecker und es könnte sein, dass selbstgemachte Himbeermarmelade mein neuer Favorit ist auf dem Frühstücksbrötchen wird.

frische Himbeermarmelade: selbstgemacht wie von Oma

Ich schreibe Dir im Folgenden die Mengen auf, die ICH benutzt habe. Je nach Gelierzucker kann das Verhältnis von Früchten und Zucker aber deutlich variieren, deswegen bitte immer nochmal einen Blick auf die Verpackung werden.

Himbeermarmelade wie von Oma: (ergibt ca. 6 Gläser à 200g)

1kg Himbeeren
500g Gelierzucker 2:1
Saft einer Zitrone

Die gewaschenen und verlesenen Himbeeren mit dem Gelierzucker in einen hohen Topf geben und kurz ziehen lassen. Je nach gewünschter Konsistenz mit dem Kartoffelstampfer gut zerdrücken (alternativ geht natürlich auch pürieren). Den Zitronensaft dazu geben und unter Rühren aufkochen lassen. Mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen (ich mache dann IMMER die Gelierprobe, alte Schule, eben auch wie bei Oma) und dann in die ausgespülten Gläser geben. Deckel gut zuschrauben und für 5-10 Minuten auf den Kopf stellen. Fertig 🙂

2.Himbeermarmelade mit weißer Schokolade

selbstgemachte Himbeermarmelade mit weißer Schokolade: ein Frühstückstraum

Himbeermarmelade mit weißer Schokolade, das musste ich erstmal etwas sacken lassen. Prinzipiell bin ich nicht so unbedingt für so Mischmasch-Sachen zu haben: fruchtige Marmelade auf meinem Frühstücksbrötchen: ganz wunderbar und zu Schokocreme sag‘ ich auch nicht Nein. Aber bitte beides schön für sich. Also kurz zusammengefasst: ich war gespannt. Und was soll ich sagen: A match made in heaven! Die weiße Schokolade harmoniert ganz wunderbar mit dem Geschmack der Himbeeren und der Zitronensaft verhindert, dass es zu süß wird. Eine wirkliches Traumduo & saulecker.

Himbeermarmelade mit weißer Schoki:

500g Himbeeren
50g weiße Schokolade
250g Gelierzucker 2:1
Saft einer Zitrone

Die Zubereitung ist die Gleiche wie bei der klassischen Himbeermarmelade.
Zusätzlich aber noch die kleingehackte Schokolade in die sprudelnde Masse geben und schmelzen lassen.

3. Himbeer-Chia-Marmelade

Quasi die Hipster-Variante unter den Himbeermarmeladen, denn Chia ist ja seit geraumer Zeit der heiße Scheiß auf den Frühstückstischen der Welt. Was MICH aber am meisten neugierig gemacht hat: man braucht KEINEN Gelierzucker! Cool, oder? Die Marmelade ist demnach auch nicht so süß und mit Sicherheit die gesündere Alternative.

Himbeer-Chia-Marmelade:

500 g Himbeeren
2 EL Wasser
4 EL Chia Samen
Mark einer Vanilleschote (alternativ: Vanilleextrakt)
(nach Belieben: 4 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft)

Die vorbereiteten Himbeeren mit dem Wasser in einen Topf geben und 5-10 Minuten leise vor sich hinköcheln lassen. Den Topf von der Flamme nehmen und die Himbeeren pürieren. Dann Chiasamen und Vanille gut unterrühren, dass sich keine Klümpchen bilden und nach Geschmack süßen. Meine Himbeeren waren nicht sonderlich süß, deswegen hab‘ ich 4EL Ahornsirup dazugegeben. Die Masse ca. 15 Minuten stehen lassen und dabei gelegentlich umrühren. Dann ebenfalls in Gläser abfüllen und unbedingt kalt stellen.
(Falls einem die Marmelade zu flüssig ist, ruhig noch ein paar Chiasamen dazugeben, die quellen in der Marmeladenmasse noch nach).

Himbeer-Chia-Marmelade: gut auch ohne Gelierzucker

Aber Vorsicht: Die Chia-Marmelade hält sich im Kühlschrank nur ca. eine Woche, nicht länger. Der Gelierzucker dient nämlich nicht nur zum Süßen, sondern zusätzlich auch als Konservierungsmittel und macht die Marmelade haltbar. Deswegen lieber nur eine kleine Menge zum Sofortverzehr machen, und vielleicht doch noch ein paar Himbeeren einfrieren und portionsweise zubereiten.

selbstgemachte Himbeermarmelade dreimal anders

Falls Euch jetzt grade das Wasser im Mund zusammenläuft, ich kann’s verstehen. Und wenn Ihr vielleicht auch einen Himbeerhof in der Nähe habt, dann macht Euch doch am Wochenende auf, plündert die Sträucher und probiert doch einfach eine der drei Varianten Himbeermarmelade (oder doch alle drei?) aus. Bin gespannt, welche Euer Favorit wird!


Oder Ihr habt noch eine ganz andere Idee? Dann postet mir gerne Eure liebsten Himbeerrezepte in die Kommentare. Bestimmt finde ich noch ein paar Beeren in den Tiefen meines Gefrierschrankes…

Aus meinen restlichen Früchten werde ich jetzt schnell einen sommerlich-frischen Buttermilchkuchen zaubern. Das Rezept hab‘ ich Euch hier schon mal mit Aprikosen dagelassen, und auch mit Blaubeeren hab‘ ich den Kuchen mittlerweile gebacken und für gut befunden.

Erstmal, ein schönes und hoffentlich sonniges Wochenende uns allen,

habt’s hübsch,

Eure Britta

2 Kommentare bei „Selbstgemacht am Besten: Himbeermarmelade dreimal anders“

  1. Hallo Britta,
    die Rezepte machen mir den Mund wässrig. Nur leider esse ich nur noch Müsli zum Frühstück und auch sonst verwende ich keine Konfitüre. Daher muss ich bei diesem Rezept leider passen.
    Liebe Grüße
    Bee

    1. Ja, das verstehe ich. Wobei die Variante mit Chiasamen auch schon fast als Kompott durchgeht, weil ja kein Gelierzucker drin ist. Schmeckt auch prima zu Joghurt, zu Waffeln etc! Hab‘ einen schönen Sonntag. glg von Britta

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