vom Fischerdorf zum Ferienort: das Ostseebad Hohwacht

Vom Fischerdorf zum beliebten Ferienort an der Hohwachter Bucht: so präsentiert sich der kleine Ort Hohwacht an der Ostsee seinen Feriengästen.

Vielleicht erinnert sich der/die eine noch an meinen Schweden-Post, in dem ich Euch so vorgeschwärmt habe von den hübschen, kleinen Strandhäuschen in Südschweden?
Was ich nicht wusste: DAS könnte ich viel einfacher haben. Und vor allem viel näher dran. Wo, das verrate ich Euch jetzt in einer neuen Folge unserer kleinen Landpartie. Kommt doch einfach mit!

Im Rahmen unserer Entdeckertour quer durch Schleswig-Holstein haben wir am WE nämlich einen Ausflug ins Ostseebad Hohwacht gemacht.
(Und ich erzähle Euch in diesem Zusammenhang lieber nicht, dass meine ganze Familie aus der Ostholsteiner Ecke stammt, ich aber trotzdem NIE in Hohwacht war)

Ferienort Hohwacht an der Ostsee

Ob Reetdachkate oder Luxushotel: in Hohwacht findet jeder seinen Urlaubstraum

Hohwacht ist ein richtiger Ferienort! Mit den schönsten Sandstränden ringsherum, einem beschaulichen kleinen Ortskern und hübscher Promenade. Von der verwunschenen Reetdachkate mit Meerblick bis hin zum Luxushotel mit Wellnesslandschaft gibt es in Hohwacht so ziemlich alles, was das Urlauberherz begehrt. Wassersportler oder Golfer kommen hier genauso auf Ihre Kosten wie Naturliebhaber oder Ruhesuchende, die einfach nur mal die Seele baumeln lassen wollen.
Und trotzdem hat es Hohwacht geschafft, sich ein Stück weit seinen Charakter als Fischerdorf zu bewahren. Kein Haus ist höher als die Bäume – so lautet das Tourismuskonzept und genau das unterscheidet Hohwacht eben auch von seinen großen und bekannteren Schwesterorten Timmendorf oder Travemünde.

alte Fischerhütten in Hohwacht

Auch wenn viele längst nicht mehr ihren ursprünglichen Zweck erfüllen: die charmanten, grüngestrichene Fischerhütten betonen den maritimen Charakter des Ortes und ein einsamer Fischer erinnert an die einstige Bedeutung als Fischereihafen.
Wer mehr wissen möchte: Hübsche Infotafeln lassen einen ein wenig in die Zeit reisen und erzählen von der bewegten Geschichte des Ortes.

Und auch wenn der ganze Ort momentan noch ein wenig im Corona- Dornröschenschlaf zu weilen scheint: die vielen Strandkörbe warten auf Ihren Einsatz und zeugen davon, dass hier im Sommer sicher Einiges mehr los sein wird.

Strandkörbe im Ferienort Hohwacht warten auf den Saisonstart

Wo die kleinen, bunten Häuschen wohnen

Unser mein Ziel ist aber klar definiert. Wir wollen zu den historischen Badehütten, die sich unterhalb der bewaldeten Steilküste so malerisch in die Dünen schmiegen:

Auch diese haben eine lange Historie und sind in Deutschland einzigartig. Unnötig zu erwähnen, dass sie sich ausnahmslos in Privatbesitz befinden, oder? Wer eine hat kann sich glücklich schätzen und wird diese tunlichst von Generation zu Generation in der Familie weitervererben.

historische Badehäuschen in Hohwacht

Als Kind habe ich IMMER von so einem kleinen Häuschen geträumt. Einem Häuschen ganz für mich alleine. Und ein wenig dieses Kleinmädchentraumes schlummert wohl bis heute irgendwo in mir. Zumindest gerate ich zur Belustigung der Restfamilie jedesmal in totale Verzückung und kann mich kaum sattsehen. Eins schöner als das andere. Gedanklich hab‘ ich sie übrigens auch schon eingerichtet…

historische Badehäuschen in Hohwacht

So schwer es mir auch fällt, mich von den Häuschen und ihren vielen liebevollen Details zu trennen – wir lassen uns noch ein wenig weitertreiben: teils auf der Promenade, teils am Strand entlang. Vorbei an der „Hohwachter Flunder“, wie die Seebrücke auch genannt wird und dem „Genueser Schiff“, einem Hotel/Restaurant unter Reet in perfekter Alleinlage am Strand. Natürlich immer wieder unterbrochen durch kleinen Pausen auf den Steinen oder am Ufersaum.

Die Hohwachter Seebrücke, auch "Hohwachter Flunder" genannt

Der Rückweg führt uns oberhalb der Steilküste entlang, unter mächtigen Bäumen zum Hohwachter Ausguck, einer Aussichtsplattform, von der man einen ganz fantastischen Blick hat: auf die Ostsee und auf einen der schönsten Stände in der Gegend: nämlich das Wassersport-Eldorado Sehlendorfer Strand, welches sich direkt in nordöstlicher Richtung anschliesst.
Hier findet man beste Bedingungen zum Surfen und/oder Kiten, man kann wunderbar durch die breite Dünenlandschaft spazieren und es gibt sogar einen Hundestrand und Stellplätze für Bus oder WoMo.
Sobald diese hier im Norden wieder öffnen, ist Sehlendorf auf jeden Fall fest eingeplant für einen Bullitrip.

Ich freue mich jedes Mal wie Bolle, wenn wir quasi vor der Haustür so schöne neue und unbekannte Spots entdecken und vielleicht konnte ich Euch ja auch zu einem kleinen Ausflug inspirieren. Schließlich liegen ja so einige freie Tage vor uns. Ich habe jedenfalls noch einige potentielle Ziele auf meiner Liste.
Deswegen seid gerne wieder dabei, wenn es das nächste Mal heißt „eine kleine Landpartie“…

bis dahin, habt’s hübsch

Eure Britta

P.S. für mehr Ausflugstipps in Schleswig-Holstein, klickt einfach mal hier oder hier. Und falls Ihr selber einen schönen Tourenvorschlag habt, immer gerne her damit 🙂

2 Kommentare bei „vom Fischerdorf zum Ferienort: das Ostseebad Hohwacht“

  1. Guten Morgen Britta,

    wow, so schön. Ich möchte echt wetten, das es mir genau so ergeht wie Dir. Vor der Nase und noch nie gesehen. Auch wenn ich zugeben muss, da wo Wasser ist, da bin ich. Da muss ich wohl noch etwas warten. Freie Tage ? Bei mir ist der Alltag immer da gewesen, trotz Corona. 5 Tage die Woche im Büro, nur mein Reha-Sport, den gab es nicht. Also die Übungen zuhause machen, was aber nicht so wirklich efektiv war. Aber seit 1 Woche gibt es wieder meinen Reha Sport, nur eben in einer kleinen Gruppe, was ich auch angenehm finde. Ansonsten habe ich nur bei Corona gemerkt, das man eben nicht mal so spontan bis auf Baumärkte und Blumencenter bummeln kann. Verwandschaft habe ich sowieso nicht hier. Die sind alle in verstreut in Amerika, Frankreich und ach Hessen, stimmt gibt es ja auch noch. 🙂 Besteht nur kein Kontakt. *lach* Mein Mann seine Familie wohnt fast so vor Ort. Ein Radius von ca 20-50 km entfernt. Unseren Urlaub nach Usedom haben wir auf 2021 verschoben und Frankreich auch. Jetzt haben wir auch niemand für Frieda zum aufpassen :-(. Also werde ich doch mal demnächst schauen, was es so schönes bei uns gibt. Danke für deine wunderschönen Fotos und anregungen. Ich lese das sehr gern.
    Liebe Grüße
    Elke

    1. guten morgen liebe Elke, danke für Dein nettes Feedback. Ja, so wie es aussieht können wir uns am Ende dieses Sommers alle viel über unsere Heimat erzählen.Fin‘ ich spannend! So wie es aussieht, steht unser Schweden-Trip auch noch auf der Kippe, und wir bleiben in der Gegend. Ich freu‘ mich sogar drauf, und google schon fleissig Ziele in Brandenburg, Harz und Lüneburger Heide … die Küste hier oben wird im Sommer nämlich auch bestimmt ganz schön voll! Auf jeden Fall gibt’s hier noch so Einiges aus dem Norden zu lesen … liebe Grüße von Britta

Schreibe einen Kommentar