Zweiundzwanzig für ’22: meine 22 Wünsche fürs neue Jahr

Hello again oder auch long time no see. Lange hab‘ ich hier auf diesem Kanal nichts von mir hören lassen? Warum? Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Keine Lust, keine Inspiration, keine Motivation. Ich hab‘ glaub‘ ich mindestens drei Monate meine Kamera nicht in der Hand gehabt, mochte mich nicht um schicke neue Rezepte kümmern und meinen Gedankensalat hab‘ ich auch lieber mit mir selber abgemacht.
Aber vielleicht gehört es auch zur Selbstfürsorge einfach mal dazu, solche Phasen zuzulassen Und sie NICHT zu bewerten.

Aber – neues Jahr, neues Spiel. Jetzt bin ich jedenfalls zurück. „Back in the game“. Voller Elan und mit großer Lust, hoffentlich viele Inspirationen, Schönes & Leckeres mit Euch zu teilen.

Rückblick: das war unser verrückt-schönes Jahr 2021

Zunächst aber ein kleiner Rückblick. Für viele war 2021 ja ein Jahr zum Abhaken. Das war es für uns definitiv nicht: schließlich haben wir uns im vergangenen Jahr mit unserem Schwedenhäuschen ja tatsächlich einen Lebenstraum erfüllt. Und auch einen wirklich tollen, langen und erfüllten Sommer dort verbringen dürfen. Trotz täglich neuer Horrormeldungen, Corona, Reisebeschränkungen und was dieses leidige Thema noch so alles mit sich bringt, haben wir uns in unserer Blase schon ziemlich gut eingerichtet.

Mein Wort des Jahres 2021: Dankbarkeit.

Deswegen ist mein Wort des Jahres auch tatsächlich Dankbarkeit. Für das Leben, was ich, was wir hier führen (dürfen). In genau diesem Land, in Freiheit und (relativer) Sicherheit. Dankbarkeit dafür, dass wir gesund geblieben sind (toitoitoi!!!), für Familie & Freunde und für so unfassbar kostbare Momente, die wir mit tollen Menschen teilen konnten.

Dankbarkeit: Härtetest auf Vergesslichkeit.

KarlHeinz Karius

Es gibt so so viele Gründe, dankbar zu sein. Jeden einzelnen Tag, nur vergessen wir das leider viel zu oft. Aber sich das immer wieder vor Augen zu führen, ist doch wirklich mal ein schöner Vorsatz, oder? Ich nehme ihn auf jeden Fall mit in MEIN neues Jahr.

Aber genau aus diesem Grund macht es mich auch so verdammt wütend, was hier grade im Namen der Demokratie passiert. Wo Menschen auf die Straße gehen und genau die Demokratie mit Füßen treten, nach der sie schreien. Aber das ist ein anderes Thema, dazu vielleicht an anderer Stelle mal mehr.

„Und sag‘ mal, wie stehts eigentlich mit deinen Zielen/Wünschen für 2021? Konntest Du das alles umsetzen?“

Die Frage erreichte mich kurz vor Weihnachten als Kommentar zu meinem Post aus dem Januar 2021. Danke für den Reminder, denn ich gucke ja auch selbst immer ganz gerne mal zurück: Was hab‘ ich mir vorgenommen? Was konnte sich erfüllen? Und wo stehe ich jetzt? Manchmal muss ich selber schmunzeln, manches gibt mir auch einen kleinen Push so von wegen „achja, Du wolltest doch, jetzt mach‘ aber mal“… Und manchmal haben sich eben auch ganz einfach die Rahmenbedingungen verändert. So sind im letzten Jahr fast alle Reiseprojekte und Ausflüge unserem großen Schwedenprojekt „zum Opfer“ (NEIN,_es war natürlich kein Opfer sondern Freude pur!!!) gefallen. Aber gehen wir doch mal durch:

Ich habe endlich das langersehnte Sauerteigbrot gebacken, und mein Teigansatz im Kühlschrank ist zu einem meiner besten (aber übrigens immer noch namenlosen) Freunde geworden.
Ich zaubere mittlerweile relativ easypeasy einen Hefezopf auf den Frühstückstisch und ein großes Glas Kimchi steht auch schon wieder im Kühlschrank.
Wir haben wie von mir gewünscht den Hauswirtschaftsraum renoviert, das Gästebad gestrichen und auch das Arbeitszimmer hat endlich sein langersehntes Make-Over erhalten (guckst Du hier).
Gewandert bin ich auch, wenn auch nicht mit Alpakas. Dafür aber mit Hund und extra für uns haben sich die bayerischen Berge sowohl wetter- als auch wandertechnisch mal wieder von ihrer allerprächtigsten Seite gezeigt. Wiederholung auch für 2022 bereits wieder in Planung (nichtsdestotrotz bleiben die Alpakas auf der Wunschliste, das möchte ich wirklich so so gerne mal machen!).
Das gewünschte Saunahäuschen im Garten dagegen ist ersatzlos gestrichen – jetzt haben wir dafür eins auf dem Steg und können nach dem Saunieren direkt ins Wasser hopsen. Ist das bitte genial? Und nur soviel zu sich ändernden Gegebenheiten…

Meditieren lernen , Website überarbeiten etc. Tjanun. Lass‘ ich auch erstmal so stehen.

Das mit dem Minimalismus ist so eine Sache. Schließlich hatten wir im letzten Jahr von jetzt auf gleich ein komplettes Haus einzurichten und ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, ich mutiere zum Shopaholic und mein nächster Anlaufpunkt sind statt Chillen im eigenen Häuschen die Gruppentreffen der anonymen Kaufsüchtigen. Aber oben ist jetzt alles fein, alle Schränke hübsch eingerichtet, sortiert und überall ist noch Luft. Die Krise hab‘ ich dann gekriegt, als ich im Herbst wieder nach Hause kam und daraufhin erstmal gnadenlos ausgemistet. Marie Kondo wäre stolz auf mich. (Müsste jetzt allerdings schon wieder ran, weiß‘ gar nicht, wo das ganze Zeug immer herkommt).
Dafür hab‘ ich mir im Herbst dann aber die Regel aufgestellt, dass für jedes Teil was neu herein kommt, zwei (!) andere gehen müssen. Das hat am Anfang auch echt super funktioniert, ich hab’s jetzt vor Weihnachten allerdings wieder etwas schleifen lassen. Wird aber auch wieder angepackt, versprochen!

22 für ’22: meine zweiundzwanzig Dinge für ein erfülltes, glückliches & spannendes 2022

Ich formuliere meine Liste ja absichtlich nicht als Bucket- oder todo-Liste. Das hat immer etwas von Zwang, von „Abhaken-Müssen“ und führt dementsprechend nur zu Frustration, wenn’s nicht klappt. Deswegen halte ich die „DINGE“ bewusst neutral. Dies können Ziele sein, konkrete Pläne oder aber eben auch Wünsche.

Wünsche sind die beachtlichsten Brückenbauer und die mutigsten Begeher.

Elfriede Hablé

Auch für 2022 hab‘ ich diese sinnbildlichen Brücken natürlich schon geschlagen und meine Wünsche aka Ziele aka Träume definiert. Here we go:

  • Glücklich sein & das Positive sehen| das hab‘ ich neulich in einem anderen Post gelesen und es hat mich so berührt, dass es auch direkt mein erster Punkt wird: das Leben kann manchmal ein A…loch sein, völlig klar. Aber selbst in solchen Situationen den Blick auf das Positive zu richten, darauf zu schauen, was ich aus der Situation vielleicht lernen sollte UND was ich selbst tun kann, damit es mir wieder gut geht, das ist eine Herausforderung, der ich mich in Zukunft sehr gerne stellen möchte.
  • Mehr fotografieren |Unbedingt, siehe oben.
  • Mehr Bulliabenteuer |unsere alte Miss haben wir im letzten Jahr echt sträflich vernachlässigt #ausGründen. Das soll sich aber definitiv ändern und wir fiebern jetzt schon dem ersten schönen Losfahr-Wochenende entgegen.
  • Das Wohnzimmer streichen |das hat’s nämlich bitter nötig. Für mehr Aufhübsch-Aktionen kann ich den hauseigenen Handwerker dann aber vermutlich nicht begeistern (in Schweden warten ja schließlich auch noch 2 Bäder und ein Gästehaus darauf, renoviert zu werden).
  • Blekinge erkunden | Quasi das schwedische Pendant zu meinen Mikroabenteuern aus dem vergangenen Jahr. Logischerweise haben wir letzten Sommer noch sehr viel Zeit am/im Haus verbracht – weil irgendwas ist ja immer. Auch wenn längst noch nicht alles fertig ist – ich hab‘ jedenfalls wieder ordentlich Hummeln im Mors und bin wild entschlossen, diesen Sommer ein wenig mehr die Gegend zu erkunden. Blekinge ist nämlich echt schön! Freut Euch also auf ordentlich Schweden-Content.
  • Kardamombullar auf Öland essen |Öland war immer eins unserer liebsten Ziele mit dem Bulli und die Kardamombullar bei Mormor’s Öland in Stora Rör sind einfach legendär. Also-worauf warten wir noch, auf nach Öland!
  • Sonnenuntergangs-Picknick in den Schären |Letztes Jahr zufällig entdeckt: Die eine, kleine felsige Insel da draußen im Meer. Unbebaut, menschenleer, dafür aber mit Schafen. Und dem besten Blick auf den Sonnenuntergang. Seitdem lässt mich die Idee nicht mehr los, und ich schwör‘, in diesem Sommer wird das Picknickkörbchen gepackt!
  • Ein paar Tage Urlaub ganz mit mir alleine | auch der Gedanke hat sich im letzten Jahr bei mir richtiggehend festgesetzt. So gerne ich Menschen um mich herumhabe, genau so gerne bin ich aber auch mal alleine. Und nicht nur, dass es mir nichts ausmacht, manchmal ist es mir ein wirkliches Bedürfnis. Also tatsächlich mal ein paar Tage nur mit mir zu verbringen, fänd‘ ich wahnsinnig spannend!
  • mir ein neues Fahrrad kaufen & definitiv öfter das Auto stehen lassen | mein altes Rad „wohnt“ jetzt in Schweden und damit steht hier die schwierige Entscheidung für ein neues an. Und ich gestehe, dass ich momentan tatsächlich zu einem E-Bike tendiere (hätte ich noch vor ein paar Monaten weit von mir gewiesen), und zwar eins, mit dem ich easy & ohne komplette Verausgabung auch mal einen größeren Markteinkauf gut nach Hause kriege.
  • Same thing, different topic: mich endlich für eine „gute“ Küchenmaschine entscheiden zu können, fänd‘ ich auch großartig! (Tipps anyone?)
  • Häufiger mal spontan an die Nordsee fahren |auch etwas was im letzten Jahr definitiv zu kurz gekommen ist. Aber: ein klarer Wintertag am Meer ist ja was Feines. Ich check‘ dann mal die Wetter-App…
  • Meinen Geburtstag feiern |und damit meine ich nicht zwingend das rauschende Fest mit 100 Leuten, sondern einfach das entspannte Zusammensein mit Freunden. Lecker essen & trinken und einfach eine gute Zeit haben
  • einen Trip nach Mallorca | der letzte ist jetzt fast zwei Jahre her, als wir es grade so knapp vorm ersten Lockdown noch nach Hause geschafft haben. Geplant ist ein Girls-Trip Ende März. Ob’s klappt? Ich lass‘ mich überraschen. Würd’s mir aber so sehr wünschen!
  • ENDLICH den Isländerpullover stricken, der von Jahr zu Jahr wieder auf meine Bucketlist wandert | oder – vielleicht schon mal als guter Anfang – mich wenigstens für ein Pattern entscheiden zu können
  • Achtsamkeit für die kleinen Dinge beibehalten & mein kleines inneres Dankbarkeitstagebuch füllen. Regelmäßig!
  • Endlich mal ein Fischbrötchen in Hamburg auf dem legendären Pier 10 essen. Da das Tochterkind mittlerweile in HH wohnt, vielleicht sogar kurzfristig umsetzbar.
  • Noch bewusster einzukaufen | gilt für Lebensmittel, aber auch für Kleidung, Möbel etc.
  • Endlich mal wieder nach Herzenslust auf dem Flohmarkt stöbern | aber da ist Schweden ja auch immer ein gutes Pflaster, munkelt man…
  • Besser Essen | momentan bin ich da ja mit meinem BODYRESET ganz weit vorne, aber ich bin wild entschlossen, so viel wie möglich davon auch nach den drei Wochen beizubehalten. Mein größtes Laster? Definitiv Chips, Schoki und Kaffee. Und zumindest die beiden ersten werden rigoros von der Einkaufsliste gestrichen.
  • Wandern gehen |ein Dauerbrenner auf meiner Bucketlist, aber der Berg ruft auch in 2022!
  • Neugierig bleiben & immer wieder Dinge zum ersten Mal machen| Einen Punkt aus dem letzten Jahr, den ich eins zu eins wieder übernehme. Auch oder vielleicht auch grade, WEIL es bedeutet, die eigene Komfortzone zu verlassen: zB. einen spirituellen Workshop besuchen, eine Trommelsession machen und/oder eine Mountainbike-Tour in den Bergen, ein Hochbeet anlegen und vielleicht sogar Lust an der Gartenarbeit zu finden (kann man das lernen?), mich auch endlich mal aufs Foil-Board trauen usw.
  • „ehrlicher“ sein | Im Außen, aber auch im Innen. Das klingt im ersten Moment vielleicht komisch, aber für mich fängt Selbstfürsorge damit an, wirklich ehrlich zu mir selbst zu sein. Eine Situation zu analysieren, aber auch tatsächlich zu „erfühlen“ und dann ehrlich zu bewerten. Auch wenn’s vielleicht mal unangenehm ist. So oft ertappe ich nämlich dabei, Situationen mit einem „ist schon ok“ einfach wegzuwischen. Aber es ist eben nicht immer alles so ok, und das zu erkennen und dann auch entsprechend zu handeln wäre ein ziemlich großer Step!

So weit, so gut. Ich finde, da hab‘ ich jetzt ein bisschen was aufm Zettel, aber das Jahr soll ja auch nicht langweilig werden. Und auch wenn ich meine Ziele jetzt erst zu einem Blogbeitrag zusammengepackt habe, ich bin bereit mitten drin in meinem Jahr 2021. Mit hochgekrempelten Ärmeln, offenem Herzen und einem freudigen Kribbeln im Bauch.

Liebes 2022, ich galaube, das wird was mit uns! Und ich freue mich auf neue Herausforderungen (und damit meine ich zur Abwechslung mal keine Pandemie, die hat uns jetzt echt lange genug begleitet), auf unzählige Sternenstunden, kleine und große Glücksmomente und alles, was kommt.

Ich bin bereit. Ihr auch?
Bis zum nächsten Mal,

habt’s hübsch
Eure Britta

Und beim nächsten Mal gibt’s dann auch wieder ein paar Fotos, I promise.
Bin dann mal die Kamera laden.

Ein Kommentar bei „Zweiundzwanzig für ’22: meine 22 Wünsche fürs neue Jahr“

  1. Oh hej,
    da bist Du ja wieder. Frohes, angefangenes Jahr 2022 nach Kiel!
    Kann ich Dich in Sverige 🇸🇪 besuchen? Ich trinke Kaffee (nur mit Koffein drin) und esse sowohl Kött- als auch Kardamombullar 😉.
    In Bezug auf eine Küchenmaschine habe ich mehrfach schwärmerische Berichte über die Kenwood Chef gehört. Ehrlich? Lies die Tests von Stiftung Warentest. Sie beruhen auf objektiven Kriterien und nicht auf subjektiven Erfahrungswerten. Letztlich haben alle Maschinen Stärken und Schwächen. Jeder Interessent sollte seine Einsatzstruktur analysieren und anhand dieser individuellen Verwendung seine Kaufentscheidung fällen.
    Aber nun zum Van Life: Stickst Du eigentlich mit Deiner Nähmaschine? Guck mal, hier https://www.embroiderydesigns.com/productdetails/moxie-embroidery/designs/1/pmd01507
    gibt’s Bulli Stickmotive. Und sogar in orange!
    Hier
    https://www.embroiderydesigns.com/productdetails/great-notions/designs/1/76349
    von der Seite.
    Liebe Grüße
    Bee

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