Soulfood: meine drei liebsten Herbstsalate zum Sattessen

Bunte Herbstsalate, die guttun und gut schmecken. Drei leckere Rezepte zum Sattessen mit vielen guten Zutaten frisch vom Markt.

Achtung, hier geht’s heute ganz schön bunt zu! Und dazu auch noch äußerst gesund – ich stelle Euch nämlich schnell meine drei liebsten Herbst- und Wintersalate vor.
Und wer jetzt denkt „boaaaahh, grüne Blätter und ’n bisschen Dressing gab’s doch schon den ganzen Sommer und satt machen die auch nicht „- Pustekuchen!
Diese Salate können nämlich alle drei richtig was, machen dabei wirklich satt und dazu auch noch glücklich.

3 bunte Herbstsalate: die machen Laune & bringen Farbe auf den Teller

Ich muss zugeben, ich war lange Zeit gar nicht soooo der Salatesser und mit der klassischen Variante Eisberg/Tomate/Gurke kann man mich jagen.
Außerdem hab‘ ich mir immer eingebildet, ich bräuchte etwas „Richtiges“ auf dem Teller, um mich so richtig satt und zufrieden zu fühlen.
Daher kommen diese leckeren Herbstsalate für mich wie gerufen: mit vielen guten Sachen aus der „warmen“ Küche, die sättigen und Körper (und Seele – ganz wichtig!) wärmen, aber trotzdem frisch & leicht daher kommen und Gewürze wie Chili, Ingwer und Zimt, die ebenfalls für ein wohliges Gefühl im Magen sorgen. Eben Soulfood vom Feinsten.
Dazu noch ein paar Nüsse und/oder Kerne für den Extracrunch und ich bin happy!

Das Wohlfühlprogramm beginnt hier übrigens schon beim Einkaufen: über den Markt zu schlendern, sich von dem bunten Angebot inspirieren zu lassen und die Farbenpracht des Spätsommers in sein Körbchen zu packen sorgt von Anfang an für gute Laune.

Für mich sind diese leckeren Salatvarianten momentan das ideale Essen. Grade jetzt, da die Kinder aus dem Haus sind, und ich plötzlich nur noch für zwei kochen muss darf. Auch zutatenmäßig eröffnen sich nämlich plötzlich ganz neue Horizonte, weil keiner mehr mäkelt (ihr merkt, manche Situationen muss man sich irgendwie schönreden).

Hab‘ ich Euch überredet und Ihr klappert schon mit dem Salatbesteck?
Prima – dann habe ich hier die Rezepte für 3 leckere Herbst- und Wintersalate für Euch, mit denen Ihr nicht nur Eurem Körper etwas Gutes tun könnt!

Herbstsalat Nummer 1: Autumn-Harvest-Salad oder alles Gute vom Wochenmarkt

Den Anfang macht dieser Salat, den ich bei der wunderbaren Sisley (The pure Life) auf dem Blog gefunden habe. Alleine der Name klingt schon herrlich verheißungsvoll: nach goldener Herbstsonne, raschelndem Laub und der ersten rotgefrorenen Nasenspitze nach einem langen Waldspaziergang.

Das Originalrezept für den Autum-Harvest-Salat findet ihr hier, ich hab’s allerdings ein klein wenig abgewandelt, und euch jetzt einfach mal aufgeschrieben, was bei mir heute so in der Schüssel gelandet ist.
Und auch wenn sich die Zutatenliste erstmal lang anhört – keine Sorge, das Ganze ist wirklich fix gemacht. Und es lohnt sich wirklich!!!

Natürlich könnt Ihr auch Gemüsesorten weglassen, austauschen und Euch so einen guten, gesunden Salat anach eigenen Vorlieben zusammenstellen.

Autumn-Harvest-Salat – Das kommt rein:

  • 1 Avocado
  • 2 frische rote Beete
  • 2 frische gelbe Beete
  • 2-3 mittelgroße Möhren
  • 1 Brokkoli
  • 2 Handvoll grob gehackte Wal- oder Pecanüsse
  • 2 EL geröstete Sesamsamen
  • 2 EL Kokosöl
  • 1TL Ahornsirup
  • 1/2 TL Zimt
  • 2 Tassen gekochte Linsen
  • Blattsalat (bei mir war es heute ein Asia Blattsalat-Mix)

für das Dressing:

  • 4 EL Olivenöl
  • 4 EL Kürbiskernöl
  • Saft einer Zitrone
  • 4 TL Ahornsirup
  • 1/2 rote Zwiebel, feingehackt
  • 1 TL Dijonsenf
  • Salz & Pfeffer

Als Topping, je nach Belieben getrocknete Cranberries oder frische Granatapfelkerne und Parmesankäse. Viel Parmesankäse! Zumindest für (im Originalrezept gibt’s auch eine vegane Variante aus Cashewnüssen)

Und so geht’s:

  1. den Ofen vorheizen auf 200 Grad, das Gemüse in Würfel schneiden, mit ein wenig Olivenöl vermischen und auf dem Backblech verteilen. Ca. 30 Minuten backen, bis es leicht gebräunt aber noch schön bissfest ist.
  2. die Avocado der Länge nach halbieren, Kern herauslösen, schälen und in Stücke schneiden. Gern mit ein wenig Zitronensaft beträufeln, damit das Fruchtfleisch nicht braun wird
  3. in der Zwischenzeit in einer kleinen Pfanne 2 EL Kokosöl erhitzen und darin Walnüsse und Sesam zusammen mit  Zimt und Ahornsirup vorsichtig karamellisieren lassen.
  4. aus den angegeben Zutaten ein Dressing mixen
  5. das fertige &  idealerweise noch lauwarme geröstete Gemüse in eine große Salatschüssel geben, und mit den Linsen, dem Salat, Dressing, Avocado und Nüssen mischen.
    Getoppt habe ich den Salat heute mit einer Handvoll Parmesanspäne und frischen Granatapfelkernen, aber auch da sind Eurer Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt.

Am Besten sofort servieren und genießen! Und falls tatsächlich etwas überbleiben sollte, schmeckt der Salat auch noch am nächsten Tag.

Apropos Granatapfelkerne: der aufmerksame Leser fragt sich an dieser Stelle wahrscheinlich schon, wo DIE denn auf den Fotos abgeblieben sind.
Kleiner Fotofail: die habe ich nämlich schlichtweg im Kühlschrank vergessen. Artig gepult und erst wieder gefunden, als ich die Reste des Salats eben dort verstauen wollte.
So what – der Salat hat trotzdem großartig geschmeckt, und vielleicht noch ein klitzekleines bischen großartiger MIT Granatapfelkernen (Finde, die machen sich in Salaten nämlich immer extrem gut).

Herbstsalat Nummer 2: Mango-Hühnchen-Salat mit Avocado und Sesam-Ingwer-Dressing

Auch wenn’s erstmal nach Sommer klingt – Mangos könnte ich persönlich das ganze Jahr essen! Tue ich natürlich schon aus Umweltgründen nicht, aber manchmal muss es einfach sein. Und der Geschmack des Radicchios zusammen mit den Cashews und dem frischem Thymian macht diesen Salat aber auch wunderbar herbst- und wintertauglich:

Mango-Hühnchen-Salat – das kommt rein:

  • 2 reife Mangos
  • 1 Kopf Radicchio
  • 2 reife Avocados
  • 2 Hähnchenbrustfilets (Bio-Qualität)
  • 1 Chilischote
  • Salz & Pfeffer
  • Paprikapulver edelsüß
  • 3-4 Stängel frischer Thymian
  • 1 Stück frischer Ingwer (daumendick)

als Topping: Cashewnüsse & frischer Koriander (wer mag)

für das Dressing:

  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 TL Ingwer fein gehackt
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Erdnussbutter
  • 2 TL Sojasauce
  • 1 TL Sesamöl
  • 1/2 cup Oliveböl
  • 1/4 cup Weissweinessig

und so wird’s gemacht:

  1. Mango und Avocado schälen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.
  2.  Chilischote waschen und einritzen
  3. Radicchio waschen, trockenschleudern und die Blätter kleinzupfen.
  4. die Hähnchenbrustfilets waschen, trockentupfen und  mit Salz, Pfeffer und dem Paprikapulver würzen.
    Zusammen mit dem kleingehackten Ingwer, der Chilischote und dem Thymian von beiden Seiten in Öl anbraten.
    Aus der Pfanne nehmen, mit Honig beträufeln, den Sesam drüber streuen und bei  180 Grad im Ofen fertiggaren (ca. 15 Minuten, je nachdem wie dick das Fleisch ist)
  5. währenddessen aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer ein Dressing zusammenmixen und mit Honig abschmecken.
  6. das Hühnchen aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und in Streifen schneiden.

Zum Schluss alle Zutaten vorsichtig mit dem Dressing in einer Schüssel vermengen und servieren.
Wer mag, gibt noch eine Handvoll frische Korianderblättchen und ein paar gehackte Cashewnüsse über den Salat! Die Mangos sollten wirklich reif sein, dann harmoniert die Süße der Früchte nämlich perfekt mit dem leicht bitteren Geschmack des Radicchios. Perfekt dazu der leicht asiatische Touch durch Ingwer & Sesam. Lecker, sag‘ ich Euch & ein wirkliches Geschmackserlebnis, das Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet.

Für Vegetarier: Räuchertofu mit Sojasauce mariniert und in SEsam gebraten schmeckt mindestens genauso lecker!

Herbstsalat Nummer 3: Quinoasalat mit grünen Bohnen, Süßkartoffeln und Ziegenkäse

Und last but not least noch ein schneller, einfacher Salat aus dem Gemüseregal: frische grüne Bohnen hab‘ ich schon als Kind geliebt – am allerliebsten pur mit Butter und Salz. Deswegen ist es klar, dass ich auch jetzt die Bohnensaison immer bis zum Letzten auskosten muss. Und natürlich auch so ziemlich jedes Rezept ausprobiere, in dem grüne Bohnen vorkommen. Eins hat es in der letzten Zeit ziemlich häufig auf unsere Teller geschafft, nämlich dieser easypeasy-Salat, den ich wirklich gerne und oft als schnelles Abendessen auf den Tisch zaubere.

Quinoasalat mit grünen Bohnen: schnell gemacht aus nur 3-4 Zutaten. So geht’s:

Süßkartoffeln: schälen, würfeln und mit einem EL Olivenöl, Salz und Pfeffer im Backofen rösten

Grüne Bohnen: putzen und in ausreichend Salzwasser blanchieren oder kurz bissfest garen.

Quinoa nach Packungsanweisung kochen und etwas auskühlen lassen.

Wer mag, gibt zum Schluß noch etwas Ziegenfrischkäse (Feta geht auch) über den Salat.

Als Dressing eignet sich jede Art von Vinaigrette, oder aber Ihr probiert mal diese Variante mit karamellisierten Schalotten (sehr lecker!):
Dafür 250g in Schalotten in 2 EL Butter und 2EL Öl andünsten, 100g Pinienkerne dazugeben und kurz mitrösten.
1 TL Puderzucker darübergeben, kurz karamellisieren und mit weißem Balsamicoessig (6 EL) ablöschen.

Süßkartoffeln und Bohnen (ich mag’s, wenn beides noch so lauwarm ist) in einer großen Schale vorsichtig mit dem Dressing vermengen und den Ziegenkäsedrüberbröseln. That’s it.

So, ich  hoffe, ich konnte Euch essenstechnisch mal wieder ein wenig inspirieren, und vielleicht habt ihr am Wochenende ja auch Lust auf eine kleine Salateskalation?
Falls ja, freue ich mich wie immer über einen Kommentar, und wenn Ihr habt, auch gerne her mit Euren Rezepten! Ich bin ja grade erst so richtig auf den (Salat-) Geschmack gekommen und meine virtuelle „Salatbar“ kann durchaus noch ein wenig Erweiterung gebrauchen.

In diesem Sinne, Euch allen ein feines Wochenende, guten Appetit und habt’s hübsch,

Eure Britta

Und wer salattechnisch jetzt auf den Geschmack gekommen ist, findet hier noch weitere leckere Anregungen für Salate, die satt UND glücklich machen. Und weil wir ja alle keine Zeit haben, auch noch schnell auf dem Tisch stehen.

 

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