vom Mythos Multitasking, Zombiegelüsten & lebenslanger Freundschaft: meine fünf Fragen am Fünften im April

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte…“   und ich gestehe, mich danach auch echt gesehnt zu haben. Danach, die Nase mal wieder in die Sonne zu halten,  der Natur beim Explodieren zuzuschauen, von Vogelgezwitscher geweckt zu werden und endlich wieder meine geliebten Sneaker ohne Socken zu tragen.
Hallo Frühling, schön, dass Du endlich da bist!

Und auch im April heisst es wieder #fünffragenamfünften, was soviel bedeutet wie Nic aka Luzia Pimpinella fragt, und wir antworten. Ganz easy und sicher wie immer spannend.
Bildertechnisch nehme ich Euch noch mal mit ins zauberhafte Nijmegen, quasi als Fortsetzung meines letzten Posts (meinen kleinen Nijmegen-Guide findet Ihr hier).

Auf geht’s also in eine neue Runde – seid Ihr bereit?

1.Machst Du oft mehrere Dinge gleichzeitig?

Erwischt. Ja. Tue ich. Viel zu oft. Obwohl ich merke, dass es mir gar nicht gut bekommt und meiner Produktivität in der Regel auch nicht wirklich zuträglich ist. Bestes Beispiel jetzt grade. Mal eben Hände hoch, wer von Euch diese 5 Fragen immer hübsch der Reihe nach beantwortet. Was im Übrigen ja auch durchaus sinnvoll wäre. Ich nämlich definitiv nicht, ich springe fröhlich hin und her und habe bis jetzt zu jeder Frage grade mal eben eineinhalb Sätze geschrieben. Und mir dafür aber schon den zweiten Kaffee gekocht, die verblühten Blumen vom Tisch entsorgt und Pläne fürs Wochenende gemacht.
Aber auch sonst: Steht grade viel aufm Zettel? Klasse, dann bin ich die, die gerne noch ein paar Baustellen zusätzlich aufreißt. Und dabei natürlich immer Gefahr läuft, sich völlig zu verzetteln.
Aber woran liegt das? Ist es immer noch der alte Trugschluß, daß Multitasking toll ist? Weil man sich beweisen will, dass mann’s einfach kann? Oder weil man Spaß dran hat, stundenlang die angebrannten Töpfe zu schrubben weil das Mittagessen zum x-ten Mal angebrannt ist, während man „nur mal eben“ was am Computer checken wollte? Ich weiß es nicht, wüßte es aber gerne.
Fakt ist jedenfalls, dass es sich mit weniger Bällen in der Luft deutlich besser performt!

2. Mit wem hast Du deine erste Freundschaft geschlossen? Hast du zu diesem Menschen heute noch Kontakt?

Genauer gesagt sind es 2 Menschen. Als ich ca. 2 Jahre alt war, hatte meine Mutter zwei Mädchen aus der Nachbarschaft (Zwillinge und genauso alt wie ich) tagsüber „in Pflege“, deren Eltern studiert bzw. gearbeitet haben.  Also quasi als eine Art Tagesmutter, auch wenn’s den Begriff damals noch nicht gab. Die zwei waren dann wohl auch meine allerersten und -besten Freundinnen und das  auch tatsächlich so lange, bis wir irgendwann weggezogen sind. Wie es dann bei Kinderfreundschaften so ist, man verliert sich irgendwann aus den Augen. Richtig engen Kontakt haben wir deswegen heute zwar nicht mehr, aber da wir lustigerweise auch alle drei noch in derselben Stadt leben, bleibt es ja nicht aus, dass man sich von Zeit zu Zeit über den Weg läuft. Und das  ist dann schon jedesmal ein großes ‚Hallo‘ und kann auch gut und gerne mal ein Stündchen dauern, bis man sich zuende ausgetauscht hat („leergesabbelt“ wie böse Zungen behaupten) und mit allem wieder auf dem neuestem Stand ist.
Was ich besonders schön finde: sogar unsere Mütter haben es vor ein paar Jahren nochmal geschafft, sich zum Kaffee zu treffen und sich aus Ihren Leben zu erzählen.

3.Bist Du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht?

Ich glaube nicht. Zumindest bilde ich mir das ein. Allerdings unterscheide ich manchmal und in bestimmten Situationen schon sehr genau zwischen geschriebenem und gesprochenem Wort. „E-Mails sind öffentlich“-das hat mir ein ehemaliger Vorstandskollege so lange eingebläut, daß es in meinem Kopf sehr tief verankert ist. Wer einmal eine Email aus Versehen an den falschen Empfänger geschickt hat, weiß vielleicht grob,  wovon ich rede und wie schnell das im Eifer des Gefechts (hallo Multitasking…) passiert. Deswegen habe ich vor Emails immer ein bisschen Respekt und haue auch nicht mal so eben schnell irgendwas raus, was mir face to face schon eher mal passiert.
Und grade bei unangenehmen E-Mails, wo man gerne mal so richtig Dampf ablassen würde, schlafe ich oft auch lieber eine Nacht drüber und gucke am nächsten Tag mit ein bisschen Abstand neu drauf.

Was mich aber manchmal schmunzeln lässt in diesem virtuellen Paralleluniversum: wie locker-lässig man Beiträge anderer (fremder!) Menschen herzt, kommentiert und sie für ein tolles Essen, eine coole Klamotte oder ihre fancy Wohnzimmer Einrichtung lobt. Verrückt, aber schön! Und ich stelle mir immer vor, wie lustig es wäre, das im realen Leben 1.0 auch einfach mal zu tun…

4.Vermeidest Du bestimmte Musik weil sie dich traurig macht?

Nö. Nicht generell. Manchmal höre ich sie sogar ganz bewußt und auch grade deshalb, weil sie mich an einen bestimmten Menschen und/oder ein bestimmtes Ereignis erinnert. Und flenne dann auch einfach mal los, wenn mir danach ist.
Aber genauso gibt es Momente, in denen ich mit so ’nem Deprizeugs gar nichts anfangen kann und eher etwas Fetziges brauche Zum Staubsaugen zum Beispiel oder zum Joggen.

5. Wen würdest Du als erstes beißen, wenn Du ein Zombie wärst?

hahaha, Mega-Frage! Prinzipiell bin ich ein ziemlich friedliebender & harmioniebedürftiger Mensch und in den Hintern beißen, würd‘ ich mir manchmal am Liebsten nur selber.
Aber- wenn ich so recht drüber nachdenke, würde sich mein Zombie-Ich momentan wahrscheinlich am ehesten den Sultan von Brunei vornehmen, stellvertretend für ALLE Menschen, die die Menschenwürde und die Grundprinzipien unserer freien & offenen Gesellschaft mit Füßen treten.
Und zum Dessert vielleicht auch noch kollektiv die Briten. Für den ganzen Brexit-Sch…, den sie da grade verzapfen und  damit unzählige andere davon abhalten, sich um die Dinge zu kümmern, die WIRKLICH relevant für unsere Zukunft und unseren Planeten sind.

So. ich habe fertig. Amen.
Und heute bin ich besonders gespannt darauf, wer sich denn vor Euren Zombie-Alteregos so alles in Acht nehmen muss!
Achja, und wundert Euch bitte nicht, wenn ich demnächst vielleicht einfach mal bei Euch klingele. Weil ich die Lampe im Fenster megamässig finde oder mir die Magnolie im Vorgarten gefällt.

Euch allen ein schönes, sonniges Wochenende, genießt den Frühling & habt’s hübsch,

Britta

 

 

2 Kommentare bei „vom Mythos Multitasking, Zombiegelüsten & lebenslanger Freundschaft: meine fünf Fragen am Fünften im April“

  1. hah! Ich mag Deine Antworten und vor allem die Freundschaftsgeschichte! <3 Ich glaub ich hab die Zombiefrage falsch interpretiert.. Aber ich kann Dein Bissgelüste da sehr nachvollziehen!
    Liebste Grüße

    Clara Moring

    1. ach Du Liebe, vielen Dank! nee, das mit den Zombies hab‘ ich glaub‘ ich falsch verstanden. Weil die die ich beiße, sind dann ja nachher meine Homies und ICH hab jetzt den kleinen Sultan und einen Haufen dummer Engländer an der Backe. NA, HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! … Ich glaub‘ ich will nochmal über Los-geht das???
      Wünsche Dir einen schönen Abend und ein fantastisches Wochenende! liebsten Gruß, Britta

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