Vom Spießer in mir und meinen Weihnachts-Musthaves: meine fünf Fragen am Fünften im Dezember

Ich mag’s ja gar nicht laut sagen: aber das hier ist tatsächlich schon die letzte Runde #fünf fragen am fünften, zumindest für dieses Jahr.
Kinners, wie die Zeit vergeht, aber zum Glück geht’s im Januar ja nahtlos weiter mit der Fragerei und deswegen brauchen wir uns hier und heute auch gar nicht lange mit gefühlsduseligen Abschiedsworten, aufzuhalten, sondern können gleich mal Butter bei die Fische geben.
Ist ja schließlich Vorweihnachtszeit- und da brauchen wir unsere kostbare Zeit ja wohl für andere wichtige Dinge wie Plätzchenessen, Glühweintrinken oder sonstiges Adventstralala, oder?

Los geht’s also:

1.Was ist das spießigste, was Du besitzt?

Hm, liegt das nicht auch immer ein bisschen im Auge des Betrachters? Deswegen wahrscheinlich eine ganze Menge. Ich glaube, das Spießigste was mir spontan einfällt, sind meine blauen Stewardessen-Pumps, die ich auf meiner standesamtlichen Hochzeit getragen habe. Und die ich irgendwie nicht weggeben mag, obwohl ich sie in den letzten 23 (!) Jahren original einmal für eine Mottoparty vorgeholt habe.
Aber, weil sich wahrscheinlich in jedem von uns insgeheim doch auch irgendwo ein kleiner Spießer versteckt,  verrate ich Euch jetzt meinen allergeheimsten Spießerwunsch: Und nein, kein Heizkissen und keinen Sektquirl -aber ihr kennt bestimmt alle diese Stressless-Relax-Velourssamt-Sesselscheusslichkeiten, die in den einschlägigen Möbelhäusern eine ganze Etage einnehmen, oder? Mit Fussteil und in die verschiedensten Positionen verstellbar?  Und wo man sich fragt, wer sich so ein Teil tatsächlich ins Wohnzimmer stellt? Aber wisst Ihr auch, WIE geil gemütlich die sind? Nicht? Dann probiert’s bitte mal aus, und ihr werdet meinen Wunsch teilen. Seitdem ich einmal drin gesessen habe, träume ich nämlich von einem „Geheimzimmer“ zum Fernsehen mit genau so einem Sessel. Ich weiß, gar nicht hübsch, gar nicht vorzeigbar, nicht instagrammabel und schon gar nicht verträglich mit meinem ästhetischen Empfinden und deswegen auch bitte so geheim, dass nicht einmal ich es den Rest des Tages sehen muss.

2.Worin bist Du so richtig schlecht und das ist völlig okay?

Ich kann überhaupt keine Anleitungen lesen. Böse Zungen würden jetzt behaupten, ich würde mich auch nicht bemühen. Das mag stimmen, aber ich stehe dazu und lasse mir Sachen einfach lieber erklären, wenn ich denn irgendjemand anderen vorher dazu gebracht hat, sich mit der Materie auseinanderzusetzen. Dieses Abstrakte liegt mir einfach nicht, technisches Verständnis besitze ich auch  nicht und zusätzlich fehlt mir dann meist auch noch das nötige Vorstellungsvermögen, um selbstständig an eine etwas kompliziertere Anleitung ranzugehen. Und dabei ist es völlig egal, ob’s ein Strickmuster ist, ein technisches Gerät oder die drölfmillionzigste Änderung bei Pinterest & Co. Und ganz ehrlich-mich setzen schon diese kleinen Ü-Eier-Schnipsel unter maximalen Stress, aus denen mal eben schnell eine kleine Zeitmaschine oder eine voll funktionierende Dampflok entstehen soll.
Wenn man, so wie ich mit McGyver verheiratet ist, ist das zumindest zuhause auch gar kein Problem. Aber auch sonst finden sich meistens nette (und geduldige!) Menschen in meinem Umfeld, die mir gerne weiterhelfen.
Ach ja, rechnen kann ich ich übrigens auch nicht. Mal eben schnell im Kopf was zusammenzählen, womöglich noch mit Dreisatz oder auch nur überschlagen? Fehlanzeige. Mit Zahlen hab‘ ichs aber generell nicht so. Geht sogar soweit, dass ich mittlerweile ein Foto der Nummer des Parkdecks mache, in dem ich mein Auto abgestellt habe. Merken tu‘ ich mir dafür aber gerne komplett unwichtige Dinge, aber dazu hier mehr.

3. Füllst Du gerne Tests aus?

Nee, gar nicht. Und wenn ich tatsächlich mal (im Wartezimmer oder wo auch immer man grade mal Zeit totschlagen muss) so einen Pseudo-Psychotest mitmache, ertappe ich mich spätestens bei der Hälfte , daß ich insgeheim schon nach dem (Wunsch-) Ergebnis geschielt und meine Kreuze gleich dementsprechend gesetzt habe. Nicht Sinn der Sache, ich weiß. Aber leider so einfach zu durchschauen, und deswegen so not my cup of tea, sorry!

4.Welche Worte möchtest Du irgendwann noch von jemanden hören?

Bei dieser Frage gehe mit Nic und es wäre mir ein Fest, ein ernstgemeintes „Du hast Recht, Schatz“ einmal aus dem Munde (m)eines Mannes zu hören.
Zugegebenermaßem HAT er auch oft Recht, wenn er etwas behauptet;und kann es auch durchaus auch akzeptieren, wenn dem mal nicht so ist 😉
Das Ganze DANN aber auch noch in Worte zu fassen, ist glaub‘ ich aber ne ziemlich große Herausforderung für ’nen Mann, oder ?

5.Was ist für Dich an Weihnachten wichtig?

„Christmas isn’t a season. It’s a Feeling“

Dieser Satz von Edna Ferber ziert eigentlich jedes Jahr mein Letterboard und drückt aus, was Weihnachten für mich bedeutet. Ich liebe diese leicht magische Atmosphäre, das Heimelige, Zeit für Familie und Freunde und das leichte Kribbeln in der Magengegend, das sich bei mir auch mit mittlerweile fast 50 immer noch einstellt, sobald die Kerzen am Weihnachtsbaum das erste Mal brennen. Und ich gestehe-ich muss mir dabei auch jedes Mal wieder eine kleine Träne aus den Augenwinkeln wischen.
Außerdem mir immer noch heilig: der Morgen danach, d.h. der Morgen des ersten Weihnachtstages, an denen ich schon als Kind immer extrem früh aufgestanden bin, um mit meinen Geschenken zu spielen, rumzutüdeln, in den neuen Büchern zu schmökern, die IMMER unter dem Baum lagen oder sich schon mal gemütlich am bunten Teller (by the way: gibt’s den bei Euch eigentlich noch???) zu bedienen.
Und ich liebe es auch heute noch: Käffchen, Weihnachtsmusik und ein neues Buch, und das ganze selbstverständlich im Pyjama. Entschleunigung par Excellence.
Generell gehören Traditionen für mich an Weihnachten dazu, und an denen halte ich  auch sehr gerne fest. Für uns ist es zum Beispiel der Weihnachtsgottesdienst (jaja, ich weiß: heuchlerisch, wenn man sich den Rest des Jahres dort eher nicht blicken lässt-ich finds aber trotzdem schön!) und der sich daran anschließende obligatorische Weihnachtschampagner mit unseren engsten Freunden. Eine schöne Tradition, die wir seit Jahren pflegen und die mittlerweile auch unsere erwachsenen und quer durch die Republik verstreuten Kinder sehr zu schätzen wissen.
Was mir außerdem extremst wichtig ist, ist gutes Essen, und deswegen kann ich persönlich mit der Nummer „Würstchen und Kartoffelsalat“ überhaupt nichts anfangen. Ich wäre glaub‘ ich extrem enttäuscht und schlecht gelaunt, wenn mir Weihnachten das mal irgendjemand vorsetzt. Aber an einem schön gedeckten Tisch zu sitzen, zusammen mit Menschen, die ich liebe umnd dabei ein schönes Essen und ein gutes Glas Wein zu geniessen, macht mir einfach wahsinnig viel Freude. Bei uns gibt’s ganz klassisch Fondue, Gänsebraten, Klöße und Rotkohl – also das volle Programm und Freßkoma inklusive. Aber ich liebe das, und  es sind auch ganz bewusst Gerichte, die bei uns nur Weihnachten auf den Tisch kommen und dementsprechend groß auch die Vorfreude.

Das war’s auch schon wieder. Ich wünsche zumindest in dieser Runde schon mal ein wunderbares Fest und wir sehen uns in 2019- auf der virtuellen Bloggercouch!

bis dahin, habt’s hübsch and don’t forget to be merry,

Britta

 

 

 

 

 

8 Kommentare bei „Vom Spießer in mir und meinen Weihnachts-Musthaves: meine fünf Fragen am Fünften im Dezember“

  1. Hahahaha….. Stewardessen-Pumps. So Dinger habe ich 7 Jahre beruflich getragen. 😉 Und den Stressless-Sessel würde ich auch sofort nehmen. Wobei ich aus Erfahrung weiß, das meine Jungs von morgens bis abends das Ding blockieren und den Sitz ständig hoch und runter, nach hinten und vorne fahren würden. Er wäre also wohl schnell hinüber. Genieß das Christmas-Feeling. Für mich gibts auch nichts Schöneres als im Pyjama herumzugammeln, olle Schnulzen zu gucken und lecker zu essen. GlG, Nadine PS: Punkt 2 is so me *augenroll

    1. ja, das mit den Kindern kann ich mir gut vorstellen. Wir hatten mal elektrisch verstellbare Lattenroste, die haben auch mehr die Kinder bespielt als wir 🙂 🙂 🙂
      Aber jetzt sind wir ja ein kinderloser Haushalt, und der Hund kriegt Schiss, wenn sich irgendwo was bewegt. Da kann man schon mal über die Stressless-Variante nachdenken… *lach* Und auf den Weihnachtsmorgen freu‘ ich mich jetzt schon! glg zurück von BRitta

  2. Britta, ich stelle immer wieder fest, dass es verblüffende Übereinstimmungen gibt. Ich möchte bitte einen Anleitungsdurchleser und Erklärer, so einen McGyver 😄 hab ich hier auch, den! Satz habe ich glaube ich auch noch nie gehört ( sowas sagt McGyver wahrscheinlich nicht), ich liebe den ersten Weihnachtsmorgen aus den gleichen Gründen wie du. Herrlich!
    Alles Liebe vom Deich
    Claudia

    1. dabei gehörst Du für mich zu denen, die ich ständig irgendetwas frage … 🙂

  3. Liebe Britta – ich kann noch spießiger, denn ich habe eine Wäschespinne 😜. Und die Sache mit dem Sessel – bei Oma gibt es zwei und rate, wer sich darum immer streitet…
    Liebste Grüße
    Svenja

    1. die hatte ich auch mal! Stimmt-spiessig, aber irgendwie auch saupraktisch, oder?

  4. Geheimzimmer mit Relax-Sessel… ich brech ab, wie geil! 😀 Ich Frostködel habe übrigens nichts gegen elektrische Heizdecken… nur mal so, falls der Weihnachtsmann mitliest. Haha.
    Muaahaaahaaaaaa, und ich mache mir auch Fotos vom Parkplatznummer im Parkhaus. Unglaublich.

    Wie schön, dass du dabei bist. ich hoffe, im Januar wieder…?

    Ganz liebe Grüße, Nic

    1. ok, sollte der Weihnachtsmann hier vorbeikommen, werde ich ihm das mit der Heizdecke stecken… 🙂
      Und mit dem Sessel krieg‘ ich Euch alle, ich merke schon. Statt Pyjama- treffen wir uns dann alle irgendwann zu ’ner Stressless-Party…. *lach Haben mir diesmal aber auch irgendwie besonders viel Spass gemacht, die Fragen. Und logo bin ich im Januar wieder dabei!
      Vielen Dank für diese schöne Aktion & habt ein zauberhaftes Fest, glg aus Kiel von Britta

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