aus dem Leben eines Erklärbärs: meine fünf fragen am fünften im August

 

Herrje, haben wir wirklich schon August? Und wo bitte ist das letzte halbe Jahr geblieben?
Und nachdem ich vor lauter „Sommer“, Urlaubsvorbereitungen  und all den anderen schönen Dingen, die ich im Leben 1.0 erleben durfte, schon die letzte Fragerunde geschwänzt habe, ist es doch Ehrensache, dass ich diesmal  wieder dabei bin bei Nic’s Monatstalk.
Sommer ist zwar immer noch (und was für einer- auch wenn es dem Einen oder anderen vielleicht schon ZU heiß ist-ich genieße ihn grade in vollen Zügen!!!), unser Urlaub ist leider aber auch schon wieder vorbei, und bevor ich mich ans Sichten der drölfmilionen Urlaubsbsbilder und den versprochenen Reisebericht mache, gibt’s hier für Euch ein paar neue useless facts about me. Quasi zwischendurch, und zur Einstimmung schon mal ein Schwedenbilder fürs Auge.

1.Wen fragst Du, wenn Du einen guten Rat brauchst?

Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so wirkt, weil ich eigentlich ein echt offener Mensch bin: wirklich wichtige Dinge mache ich zunächst gerne mit mir alleine ab. Und der nächste wichtige Ratgeber ist dann -ganz klar- mein Mann, der neben bestem Ehemann auch noch praktischerweise der beste Freund ist. Und da ist es manchmal sogar sehr hilfreich, wenn man nicht immer einer Meinung ist, das verhilft mir in vielen Dingen nämlich auch oft zu einer ganz anderen Sichtweise.
Darüber hinaus kann ich nur sagen, dass es ein Riesen-Geschenk ist, große Kinder zu haben. Auch diese Unterhaltungen möchte ich nicht missen, und meine Kinder sind mittlerweile sehr geschätzte Berater grade in Bezug auf Multimedia geworden („hier Mutti, das ist doch was für dein Instagram…- O-ton Kind 2, nachdem es sich letztens einen zugegebenermaßen SEHR attraktiven Schnittchen-Teller zurechtgemacht hat!). Allerdings auch meine größten Kritiker, und wenn’s mir auch nicht immer gelingt, versuche ich deren Ratschläge auch tatsächlich anzunehmen.
Und last but not least, kann ich mich sehr glücklich schätzen, ein paar wirklich sehr gute Freundinnen an meiner Seite zu haben. Und je nachdem, ob es um Job, Zwischenmenschliches, oder was auch immer geht, ich weiß, daß ich mich in jeder Situation auf Ihren Rat, ein gutes Gespräch oder manchmal auch nur ein Glas Wein (hilft ja manchmal auch, oder?) verlassen kann.

2.Welchen Modetrend, den Du früher mal mitgemacht hast, findest Du heute nachhaltig lächerlich?

OMG, da fällt mir so einiges ein. Ich glaube aber so richtig richtig lächerlich finde ich im Nachhinein mein Popper-Intermezzo: die hochgestellten Polohemdkragen (gerne mit Sprühstärke nachgeholfen, wenn der Kragen von den Billo-Shirts immer wieder in sich zusammen fiel), die wie zufällig hochtoupierten Haare plus farblich aufs Outfit abgestimmter Riesen-Satinschleife und einer ordentlichen Schicht Penatencreme auf den Lippen. War zumindest bei uns damals Pflicht.
Kleidungstechnisch ganz weit vorne war man damals  natürlich in Pastell (am liebsten hellgelb oder hellblau, mit DEUTLICH zu erkennendem Markenlogo auf der Brust oder dem Rücken und GANZ wichtig: den ebenfalls farblich passenden karierten Vollplastik-Kniestrümpfen. In Collegeschuhen versteht sich.
Auch immer gern gesehen: Sweatshirtvariante 2 und 3  umgeknotet um die Schulter tragen, sollte ja schließlich jeder sehen, dass man mehr als eins besitzt. Markenfetischismus hoch hundert, und im Nachhinein hochgradig lächerlich, aber damals für mich große Welt. Sorry. Aber zu meiner Ehrenrettung sei gesagt, daß ich dafür auch echt gearbeitet habe. Meine Eltern hatten für solche Eskapaden nämlich in der Regel wenig Verständnis.

3.Willst Du immer alles erklären?

Ja. Immer. Alles. Und vor Allem auch mich.
Ich wäre zwar sehr gerne ein Fan von klaren Anweisungen, in der Realität gehöre ich aber eher so in die Kategorie „Erklärbär“. Meine Familie kann wahrscheinlich ein Lied davon singen („Mamaaaaaa, ist gut! Wir haben’s verstanden…“- und dabei hat Mutti aber doch noch so viele gute Argumente mehr in Petto…) und manchmal ertappe ich mich selber, daß ich sogar dem Hund meine Kommandos noch erkläre.
Aber, hier gilt wie überall: Selbsterkenntnis ist der erste  Weg zur Besserung und deswegen versuche ich mittlerweile ganz bewusst, Dinge auch einfach mal unkommentiert anzusagen. Funktioniert und tut irgendwie auch gut. Und genauso muss ich mich aber auch zwingen,  Ansagen mal einfach hinzunehmen, ohne immer alles zu hintefragen und ausdiskutieren zu wollen.
Ich habe es grade jetzt auf unserem Roadtrip gemerkt, wo ja im Prinzip der ganze Tag aus Entscheidungen besteht (Bleiben wir hier? Fahren wir weiter? Wohin? Dies Café oder lieber ein anderes? Wo übernachten wir? Finden wir vielleicht noch was Besseres etc.), wie es die ganze Sache erleichtert, wenn jemand die Dinge einfach mal in die Hand nimmt und eine klare Entscheidung trifft. Einfach so. Vielleicht aus dem Bauch heraus aber vor allem ohne dem lange Erklärungen hinterherzuschicken. Hat zumindest bei uns wunderbar funktioniert.

4.Wie würden Dich Leute beschreiben, die Dich zum ersten Mal sehen?

Puh, was für eine Frage: natürlich hoffentlich genauso, wie ich mich selber sehe: als die super-sympathische, gutaussehende,  erfolgreiche Powerfrau, beste Gastgeberin, Freundin und Gesprächspartnerin mit dem coolsten Style und der Wahnsinns-Ausstrahlung … (*Ironie off)
Kleiner Scherz, aber ich glaube, (Achtung, Eigenlob!!!) daß ich mich wirklich ganz gut verkaufen kann,  ziemlich offen rüberkomme und damit auch schnell Leute für mich einnehmen kann. Wenn ichs denn will.
Auf der anderen Seite kann ich es nämlich  auch schlecht verbergen, wenn mir jemand total unsympathisch ist oder -noch schlimmer- mich langweilt. Glaube da gibt’s bestimmt auch Leute, die mich dann als arrogant oder zickig bezeichnen würden. Damit kann ich dann aber auch gut leben, ich mag Menschen mit Ecken und Kanten und -Altersweisheit sei Dank- muss auch nicht mehr immer unbedingt everybody’s Darling sein.

5.Was für eine Art von Humor hast Du?

hahaha, gute Frage. Ich glaube einen ziemlich einfachen. In der richtigen Stimmung und mit den richtigen Leuten kann ich wirklich über jeden Sch… lachen.
WAs ich aber gar nicht sonderlich mag, ist, wenn Humor abdriftet ins Klamaukige (da bin selbst ich dann raus!) und was ich extrem mag, sind Leute mit einem guten Wortwitz, den hänge ich förmlich an den Lippen. Ich liebe auch jegliche Art von Situationskomik, Momente, in denen man vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt, und am Ende gar nicht mehr weiß, WAS genau denn jetzt eigentlich so irre komisch  war…
Auf jeden hab ich VIEL Humor, und lache für mein Leben gerne, wenns sein muss,  auch mal über mich selbst. Und deswegen kann ich auch mit Menschen nicht so gut was anfangen, die zum Lachen in den so oft zitierten Keller gehen.

So, wieder mal geschafft, und eine weitere Runde Bloggerstriptease abgehakt. Verlinke mich jetzt noch schnell bei Nic, gucke mal nach Euren schlimmsten Mode-Fehltritten und worüber Ihr so Lachen könnt und dann mal schauen, was der Sonntag noch so bringt. Vielleicht noch eine kleine Ausfahrt, das liebe ich ja. Auf jeden Fall raus und den Sommer genießen. Und Ihr so?

 

habt einen feinen Sonntag und bis zum nächsten Mal auf der Bloggercouch!

Grüße von Der Förde,  Britta

4 Kommentare bei „aus dem Leben eines Erklärbärs: meine fünf fragen am fünften im August“

  1. Penatencreme??? Das ist an mir vorbeigegangen… oder hat man das nur in Kiel und nicht in Hamburg gemacht??? Herrlich diese Erinnerungen. Danke fürs Teilen!
    Knutscha Claudia

    1. ja, Penatencreme! Und schön dick!!! Schrecklich!!!!!!

  2. Liebe Britta,

    habe mich gerade köstlich amüsiert beim Lesen über die unvermeidlichen Modefehltritte. Das mit der Penatencreme kannte ich nicht, aber alle anderen beschriebenen Dinge, die man für das „Popperdasein“ brauchte, habe ich genau sooo auch mitgemacht. Lang ist‘s her …
    Diese Runde „Seelenstriptease“ bei Nic habe ich ausgesetzt, will die nächste Runde aber wieder dabei sein.

    Beste Grüße
    Cathrin

    1. hallo Cathrin, zum GLÜCK ist das lange her…, und die Penatencreme scheint ein Kieler Phänomen gewesen zu sein! Die Socken gibt’s ja tatsächlich immer noch, frag‘ mich nur wer die noch kauft! Ich hab‘ letzten Monat auch ausgesetzt, war irgendwie so viel anderers zu tun, und soll ja auch immer noch Spaß machen, oder? Fährst Du eigentlich Samstag zur Messe? Und noch was anderes: Hatten ja mal über einen Blogger-Stammtisch nachgedacht. Fänd‘ die Idee immer noch gut, sich mal auszutauschen, oder voneinander zu lernen oder einfach nur mal zu quatschen. Würde das im September dann vielleicht mal anleiern… erstmal, liebe Grüße aus Kiel, Britta

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