hit the road, Clementine: kleine Checklist für unseren Schweden-Roadtrip

 

Ich hatte Euch ja zum Anfang der Bullisaison ja schon mal eine kleine Liste meiner Bulli-Essentials veröffentlicht, also Dinge, die für mich zum Leben im Bus zwingend dazugehören.
Und jetzt, da unser Sommerurlaub kurz bevorsteht- und ja, es wird ein tatsächlich ein Roadtrip durch Schweden  (siehe meine Bulli-Bucketlist hier) -habe ich mir diese nochmal kurz vorgenommen, auf ihre „Roadtrip-Tauglichkeit“ überprüft und ein wenig ergänzt.

Durch den ganzen Trubel der letzten Wochen und all die wunderbaren Dinge, die ich erleben durfte, sind meine Reisevorbereitungen nämlich ein klein wenig in den Hintergrund geraten, was sicher nicht zuletzt daran liegt, daß es nach Schweden und damit quasi in unsere zweite Heimat geht.
Aber trotzdem wird dieser Urlaub eine ganz neue Erfahrung, denn wir sind zum ersten Mal länger als nur ein paar Tage mit unserer alten Miss unterwegs. Und wir durchqueren Schweden diesmal auch nicht nur, um möglichst schnell in den Stockholmer Schären anzukommen, sondern diesmal ist tatsächlich der Weg das Ziel.
Grund genug also für mich, endlich mal wieder einen kleinen Routenplan zu erstellen!
Und wie Ihr ja alle wisst, liebe ich es, Listen zu schreiben und am Ende eine detaillierte Reiseroute im Kopf zu haben. Da schlägt dann wohl auch meine deutsche Mentalität mal wieder durch; aber schon die Reiseplanung ist für mich Vorfreude pur und wenn ich dann erstmal unterwegs bin, kann ich diesen Plan auch problemlos über den Haufen werfen und mich treiben lassen.

Aber jetzt heißt es erstmal überlegen, wo es lang gehen soll und alle potentiellen Stops (Orte, an denen ich immer schon mal anhalten wollte, und Leute, die wir treffen möchten) in eine vernünftige Reihenfolge zu bringen und eine machbare Tour draus zu stricken.
Ich weiß nicht wie es bei Euch ist, aber ich habe vor einer Reise immer einen ziemlich großen (und ungeordneten) Haufen an Bildern im Kopf, von schönen Orten, Stell- oder Picknickplätzen, Sehenswürdigkeiten, Menschen bishin zu urigen Cafés, einem ganz speziellen Haus oder Hotel oder einer besonders schönen Strecke, die ich dann vorsichtig für mich sortiere.
Das mag manchmal etwas kleinteilig wirken, aber genau solche Tipps links und rechts der ursprünglichen Route sind es, die uns  schon oft die schönsten Urlaubserlebnisse beschert haben.

In diesem Fall liegt unser Fokus natürlich auf besonders schönen Stellplätzen, abseits des üblichen Campingrummels, der nämlich so gar nicht unser Ding ist.
Also, alle Camper mal Hände hoch und haut sie raus, Eure Lieblingsplätze!
Am Liebsten natürlich am Wasser. Es geht doch nichts über Aufwachen mit Meerblick und ein schnelles Morgenbad vor der eigenen Haus, ääähh Bullitür.

kleiner Tipp: wenn  wir manchmal so gar nicht wissen, wo wir die Nacht verbringen sollen, gucken wir nach Yachthäfen. Viele Häfen bieten mittlerweile sogar offiziell Stellplätze an, die Infrastruktur ist vor allem in Schweden extrem gut und die Athmosphäre gefällt uns als alten Seglern auch meist besser als aufm Campingplatz.

-Da wir ja zu zweit + Hund ca. 2.5 Wochen auf ca. 9 qm unterwegs sein wollen, und eigentlich drauf angewiesen sind, dass so ziemlich alle Aktivitäten außer Schlafen & Fahren gerne ausserhalb des Bullis stattfinden sollten, hoffen wir natürlich auf gutes Wetter!
Trotzdem, der (die) gute Deutsche sorgt vor, und hat natürlich auch für schlechtes Wetter einen Plan B im Kopf:

Variante 1: Wir fahren einfach weiter. Wird schon nicht überall schlecht sein.
Variante 2: Wir suchen uns ein Dach überm Kopf und zumindest für den Großraum Stockholm fallen mir ganz spontan so einige Hotels ein, in denen ich schon immer mal „wohnen“ wollte.
Darüber hinaus gibt es in Schweden aber auch so etwas ähnliches wie ein Jugendherbergsnetzwerk (mehr Infos findest Du hier) „Vandrarhems„. Und hier Mitglied zu werden, lohnt sich allemal. Viele der angebotenen Unterkünfte ähneln eher Gästehäusern und haben wirklich mal so gar nichts mit dem zu tun, was man  sich unter einer herkömmlichen Jugendherberge vorstellt.
So gibt es zB. kleine Stugas mit eigener  Terrasse und Meerblick und das Ganze zu wirklich sehr moderaten Preisen.
Variante 3: wir drehen einfach um und fahren nach Hause. Ist aber nicht wirklich Teil des Plans, siehe Variante 1 oder 2.

-Da wir ungern größere Kochaktionen IM Bus selber starten, gehören mittlerweile ein kleiner Grill & ein Sack Kohle zu unserer Grundausstattung dazu. Schneller und gemütlicher lässt sich nämlich kein warmes Abendessen zaubern.
Alternativ sind wir essenstechnisch aber auch beide große Fans der Variante „griechisch-römisch“ (danke, Svenja für diesen wunderbaren Ausdruck. Ich liiiieebe ihn!) und Brot, Käse, ein bisschen Oliven bzw.  Antipasti gibt’s mittlerweile ja auch in fast jedem einigermaßen gut sortierten Supermarkt.
Trotzdem haben wir auch die Auswahl unseres Kochgeschirrs nochmal ein wenig gepimpt (die Zeiten der Emailleschüsseln zum Kochen von Kaffeewasser, weil der Kochtopf mal wieder in der heimischen Küche stehen geblieben ist, sind damit dann hoffentlich auch vorbei).

Morgens gibt’s jetzt endlich auch mal ein Spiegel-Ei, und das Wasser für den Kaffee kommt ab jetzt  aus diesem wunderbaren (faltbaren) Wasserkessel:


Dafür hab‘ ich das Thema Kaffeemaschine erstmal vertagt. Zum Glück trinken wir beide tatsächlich ganz gerne löslichen Kaffee und so bleibt Mutti auch immer noch ’n Grund zumindest einmal am Tag ein schönes Café  aufzusuchen für einen anständigen Latte Macchiato… 😉

-Extra für unsere Bustouren habe mir auch endlich mal eine (einen?) große Power-Bank zugelegt. Für die Handtasche ist sie zwar fast etwas schwer, aber dafür hält sie, wenn sie einmal richtig voll ist, auch extrem lange und lädt mehrere Geräte gleichzeitig. Unverzichtbar, grade wenn man eben auch mal abseits von Campingplätzen (und damit ohne verfügbare Stromquelle) stehen möchte und ansonsten mit dem Handy in der Hand lebt!

-In die gleiche Richtung geht natürlich auch der Wechselakku für die Kamera, bzw. ich habe mir für meine grade noch einen extra USB-Charger besorgt.
Ich weiß nicht, wieviel Lebenszeit ich nämlich schon auf der Suche nach ner Steckdose in öffentlichen Toilettenhäuschen, Cafés oder Strandkorbwärterbuden verbracht habe, um zumindest wieder ein bisschen  Saft auf meine Geräte zu kriegen.

-Ebenfalls unverzichtbar ist für mich mein E-Reader geworden. Hätte ich tatsächlich nie gedacht, aber selbst ich als bekennender Printjunkie und große Bücherliebhaberin möchte meinen nicht mehr missen. Abends im Dunkeln vorm Bulli sitzen und Lesen? Kein Problem! Und die Frage wohin mit den ganzen Büchern bei begrenztem Stauraum ist somit auch hinfällig.
Notiz an mich selbst: Das Ding diesmal unbedingt zuhause bei stabilem WLAN mit genügend Lesefutter füttern macht durchaus Sinn!

Dass man seinen eigenen Pass dabei hat, wenn man ins Ausland reist, ist ja ziemlich klar. Aber dass das mitreisende Tier ebenfalls seinen Impfausweis benötigt, fällt uns meist erst sehr spontan ein (Naala wird ja aber auch erst sieben) Heißt, wenn wir eigentlich schon abfahrbereit im Auto sitzen und natürlich liegt er dann auch selten da, wo wir ihn grad ‚vermuten. Im Moment übrigens bereits im Bulli-im Handschuhfach. Wisst Ihr Bescheid, nur falls ich bei Abreise wieder hektisch suchen sollte.

Außerdem sind wir jetzt ENDLICH  im Besitz von Keilen für die Reifen (Schluß mit dem umständlichen Rangieren, um eine einigermassen ebene Schlafposition zu finden) sowie eines Dachgepäckträgers fürs Board.

Was wir übrigens nicht mitnehmen, sind Lebensmittel. Auch wenn in Schweden vielleicht alles ein bisschen teurer ist als bei uns, liebe ich es viel zu sehr, in ausländischen Supermärkten zu stöbern. Und mir fallen schon jetzt ganz spontan mindestens 10 Dinge ein, die auf jeden Fall im Einkaufswagen landen werden.

Klingt doch soweit schon ganz prima, finde ich. Aber der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail und irgendetwas gibt’s bestimmt, was wir NICHT bedacht haben. Aber hey, mit McGyver an Bord haben wir bisher auch noch für so fast jede Situation eine kreative Lösung gefunden!
Sorge bereitet MIR persönlich jetzt nur noch ein wenig, wie wir DAS ALLES (+natürlich unser/mein persönliches Gepäck) im Bus unterbringen wollen.

(und pssst-ich habe heimlich nämlich auch unsere Deckenkollektion noch ein wenig erweitert. Neben Woll-, Fleece-, Hunde- und Bettdecken darf diesmal nämlich auch noch eine echte Picknickdecke mit. Braucht man beim Campen ja wohl, oder ? ODER????)

Ihr seht, unserm Trip steht jetzt also (fast) nix mehr im Wege, und Ihr seid herzlich eingeladen, uns zumindest virtuell (auf Instagram & in den Stories) zu begleiten.
Einen ausführlichen Reisebericht hier an dieser Stelle gibt’s dann, wenn wir zurück sind.

 

bis dahin, habt alle einen fantastischen Sommer &  ich wage mich jetzt mal schnell ans Bulli-Tetris, damit wir heute tatsächlich noch los kommen!

 

hej hej, Britta

 

 

 

 

 

 

3 Kommentare bei „hit the road, Clementine: kleine Checklist für unseren Schweden-Roadtrip“

  1. Liebe Britta,
    Wieder ein sehr schöner Post 👍🏻. Ich wünsche euch das beste Wetter für euren Trip.
    Den Wasserkessel finde ich sehr klasse, muss ich mir mal genauer anschauen. Und neben Schaffell und Vase für einen Strauß Wiesenblumen gehört eine Picknickdecke ja wohl sowas von zur Grundausrüstung!!! 😆

  2. Hallo Silke, dankeschön, bis jetzt ist alles prima. Und den Wasserkessel kann ich wirklich empfehlen!
    Euch auch noch eine schöne Zeit, lg Britta

  3. Hallo Silke, dankeschön, bis jetzt ist alles prima. Und den Wasserkessel kann ich wirklich empfehlen!
    Euch auch noch eine schöne Zeit, lg Britta

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