Sommer, Sonne, Kiel – und ein spontanes Abendessen am Strand

Feste soll man ja bekanntlich feiern, wie sie fallen. Und mit dem Sommer im Norden verhält es sich normalerweise ähnlich-ein schöner Sommertag in Kiel und die Strände, Ausfallstraßen und andere einschlägige Sommer-Hotspots sind brechend voll, weil keiner sich das Moment „Sommer“ entgehen lassen will.
Immer schön getreu dem Motto „Sommer in Kiel – ich war dabei!“ und wer weiß schon, ob’s nochmal so schön wird.

Dies Jahr ist aber irgendwie alles anders. Sommer im Mai und seit mittlerweile fast 4 Wochen konstant gutes Wetter. Krass- und gab’s glaub‘ ich so noch nie.
Da sind sie endlich, die lauschigen Sommerabende, die man so herrlich mit  Freunden, Vino und Kerzen auf der Terrasse verquatschen kann, Erdbeeren bis zum Abwinken, weil’s für was Richtiges zu warm ist und Abhängen am Strand OHNE noch mindestens einen Extrapulli, Schal und/oder Mütze im Gepäck zu haben.

Herrlich, und von mir aus kann es bitte bis September so weitergehen.
Wir hätten’s ja wohl sowas von verdient, oder? ODER?

Gestern war’s bei uns im Garten tatsächlich SO warm, daß ich mittags spontan beschlossen habe, unser Abendessen an den Strand zu verlegen.
Zur grossen Freude des Mannes gab’s sogar Frikadellen (für mich ja DER Picknickklassiker überhaupt und im Ofen gebraten auch so ganz ohne Schweinkram in der Küche!), dazu gerösteten Blumenkohl (wie gefühlt grad jeden zweiten Tag, neben den Erdbeeren), Joghurtminzdip, Rote-Beete-Humus, Cracker und ein paar Radieschen.
Wunderbar, easy-peasy und relativ schnell vorbereitet:

Das ganze dann schnell im Bulli verstaut, noch ein paar kalte Getränke dazu und los ging’s nach Bülk.

Schon als Kind hab‘ ich Picknicks geliebt, selbst wenn es nur das Mittagessen auf einer Decke im eigenen Garten war und Griessbrei ist für mich seitdem untrennbar verbunden mit aufgeweichten Rosinen, langen Strandtagen, und orangefarbenem Tuppergeschirr.
Draußen schmeckt’s aber einfach immer besser, auch wenn’s zugegebenermaßen manchmal anstrengend sein kann, sein Essen erst noch verteidigen zu müssen: wahlweise gegen  Ameisen, Rapskäfer, Möwen oder spontane Versandung. Für letzteres haben wir uns ja praktischerweise den Hund angeschafft, just in dem Moment, als die Kinder alt genug waren, Picknick- von Spielplatz unterscheiden zu können. Leben am Limit, ich sag’s Euch!

Wie ist es bei Euch? Seid ihr auch „Team Picknick“ und habt Ihr auch so wunderbare Picknickerinnerungen? Oder Lieblingsrezepte? Dann nur raus damit, vielleicht serviere ich beim nächsten Beach-Dinner dann auch was anderes als Buletten & Blumenkohl (und eigentlich Erdbeeren, die hatte ich vorsichtshalber aber gleich zuhause vergessen!)

(in dem schnöden Joghurtbecher verbirgt sich übrigens mein liebevoll angerührter Minzdip, den ich eigentlich noch etwas stylisher im passenden Emailleschälchen servieren wollte. War dann aber zu faul, nochmal aufzustehen, deswegen heute mal #fürmehrrealitätundso. Versteht Ihr, nech?)

Aber herrlich war’s, die Füsse im noch warmen Sand, den Blick aufs Wasser, auf Segelboote & Paddler und die Frage, warum man so etwas eigentlich nicht häufiger macht.
Wir haben es uns jetzt auf jeden Fall ganz fest vorgenommen, einen Pullover würde ich als Kompromiss auch noch akzeptieren, wir sind ja schliesslich im Norden und zur Not hätt‘ ich ja auch immer noch ein paar Kuscheldecken in petto…

Während Mann und Hund sich später mit dem Ball vergnügt haben, habe ich es sogar geschafft, noch ein paar Runden zu stricken und mich daran zu freuen, wie toll Strickzeug und Meer farblich zusammenpassen. Fast karibisch türkis hier bei uns an der Ostsee, würd‘ ich sagen!

Und wie so oft im Leben sind es mal wieder die kleinen Dinge, die im Herzen ein ganz großes Glücksgefühl hinterlassen und Abendessen am Meer gehört definitiv dazu.
(Faxe hatten wir übrigens nicht dabei, schön aber, daß meine frisch in Dänemark ertrödelte Holzkiste so schnell eine Zweitverwendung als Tischuntergestell gefunden hat. smart-Shopping nennt man so etwas glaube ich …)

Und während der Hund sich erfolgreich gegen Fremdhundekontakt gewehrt hat, hat zumindest Clementine Freunde gefunden. Hübsch die zwei, oder?

In diesem Sinne, ein Hoch auf den Sommer, die kleinen Dinge und mehr Picknicks (heißt das so?) am Meer!

habt’s  alle fein und ich freue mich auf hoffentlich eine ganze Batterie altbewährter Picknickrezepte,
bis dahin schwitzige Grüße aus „AKIELPULCO“

von Britta

 

4 Kommentare bei „Sommer, Sonne, Kiel – und ein spontanes Abendessen am Strand“

  1. Oh so schön!
    Ich bin ja auch ein Picknick Fan 🙂
    Echt toller Bilder Liebes.

    Liebe Grüsse Clara

    1. ach du Liebe, vielen Dank!!!!
      Ja, Picknick ist immer wie ein kleiner Urlaub finde ich…, und dieses Wetter muss man ja allemal ausnutzen.
      Habt ein feines Geburtstagswochenende, liebste GRüße von Britta

  2. „… die Frage, warum man so etwas eigentlich nicht häufiger macht. …“
    Tjaaaa, wie war das noch mit dem Wetter und so 😎?

    1. das Wetter war zumindest im letzten Jahr nicht wirklich ne Ausrede. Und- in Kiel muss man auf alles gefasst sein und vor allem SPONTAN 😉

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