„ready to roll“ / erster Bullitrip des Jahres und meine Bulli-Essentials

Jetzt, wo die Temperaturen ENDLICH deutlich über die 1o-Grad-Marke geklettert sind und die alte Miss ihre Abgasuntersuchung erfolgreich hinter sich gebracht hat, ist es doch wohl  dringend mal Zeit für ein Bulli-Update, oder?
Meine Bulli-Bucketlist habe ich Euch ja vor geraumer Zeit schon mal hier vorgestellt, und dieses Wochenende ging’s  dann für uns auch endlich wieder auf die Straße, genauer gesagt an die Nordsee nach Sankt-Peter-Ording.
Und obwohl wir so spontan unterwegs waren, hatten wir das Glück, noch einen der begehrten Bulli-Stellplätze im Beach-Motel zu ergattern. Das ist so ein bisschen wie Campen „light“, zwar immer noch nach dem Motto „home is where you park it“ , aber gepaart mit den Annehmlichkeiten (sprich: anständige Toiletten und eine saubere & heiße Dusche am Morgen) des Hotelbetriebs.

Nachdem der Mann über’n Winter noch das ein oder andere technisch verbessert hat, darf Mutti dann jetzt auch endlich wieder bei den wesentlichen Dingen ran (Puppenstube läßt grüßen!) .
Eigentlich hatte ich ja immer GANZ genaue Vorstellungen, wie „mein“ Bulli aussehen sollte: aussen (marino-) gelb, innen grau-weiß, die Polster mit meinen geliebten Matratzenstreifen  bezogen,  passende Gardinen und trallalla…, aber wie das so ist mit dem Leben, es kommt eben manchmal einfach anders.
Als wir Clementine im letzten Jahr kauften, war ich auch immer noch der festen Überzeugung, im Winter innen ALLES neu machen zu wollen. Allerdings ist die komplette Inneneinrichtung noch original und dabei SO gut erhalten, dass ich mich doch habe überzeugen lassen. Und deswegen fahren wir jetzt zwar im (sierra-) gelben Hippie-Bus, schlafen aber immer noch auf Original-Westfalia-70er-Jahre-Karomuster! Nix mit grau-weiss gestreift und so, but I love it!

Ihr kennt das ja sicherlich-sobald man sich ein neues Hobby zulegt, oder auch nur erwähnt, dies zu tun, bietet sich für die gesamte Umwelt sofort ein schier unerschöpfliches Geschenkepotential. Und so bekamen wir im letzten Jahr auch so ziemlich alles geschenkt, was sich mit Bulli-Motiv bedrucken lässt.
Unter anderem eine wunderbare Tasche mit vielen vermeintlich überlebenswichtigen Accessoires für das Leben im Bulli.
Die Tasche hat seitdem tatsächlich einen festen Platz im Bus und beherbergt wirklich allerhand Nützliches, was man eben gerne schnell zur Hand hat. Einiges aus der Original-Ausstattung musste zwar leider weichen (Sorry, Ihr Lieben-aber eine Fusselrolle hat beim Campen leider KEINE Daseinsberechtigung, auch nicht in handlicher Reisegröße!), anderes habe ich ergänzt.

Und da letztes Jahr ja auch quasi unsere „Rookie-Saison“ war, hab‘ ich mir auf jeder Tour brav notiert (hab‘ ich schon mal erwähnt, daß ich Listenschreiben liebe???), was mir so gefehlt hat. Und dann entsprechend nachgerüstet.

Und weil einige von Euch auch schon nach dem Innenleben der Miss gefragt haben, gibt’s hier heute neben ein paar Eindrücken von unserem Wochenendtrip auch meine ganz persönlichen Bulli-Essentials.
Eine Liste von Dingen, die ich auch unterwegs gerne um mich habe, von denen ich gemerkt habe, dass Sie entweder extrem praktisch sind oder mir das Bulli-Leben einfach nur verschönern.
Für jemanden, der Lieblingskaffeebecher, eigene Kissen & Wolldecken in fast jeden Urlaub mitschleppt, natürlich ein ziemlich weites Betätigungsfeld.

Ganz wichtig für mich als alten Kaffeejunkie und erster Punkt auf der Liste: immer ein Glas löslichen Kaffee in Reichweite.
Ich kann echt auf vieles verzichten, nur nicht auf meinen Morgenkaffee und es ist für mich immer noch das Größte, mit diesem speziellen Geruch, einer Mischung aus Gaskocher und Nescafé, in der Nase aufzuwachen. Mehr Urlaubsgefühl geht einfach nicht und erinnert mich an Campingurlaube, Segeltörns, den schnellen Pausenkaffee auf „meiner“ Mallorcaterrasse und sehr, sehr viele special moments.
Und auch wenn’s mittlerweile an jeder Ecke ’nen Coffee to go gibt- glaubt mir, es ist etwas ganz anderes, mal eben schnell den eigenen Gaskocher anzuwerfen, sich den Kaffee in der Lieblingstasse zu schnappen und ein schönes Plätzchen zu suchen.
 

Allerdings überlegen wir trotzdem, uns vielleicht zusätzlich noch eine anständige „Reise“kaffee-/-espressomaschine“ zuzulegen. Für auch mal ’nen RICHTIGEN Kaffee. Also, wenn da jemand Tips für uns hat, immer her damit…!

Apropos Lieblingstasse. Seitdem die Kinder groß sind, habe ich auch ein für allemal mit dem Thema ‚Plastikgeschirr‘ abgeschlossen und es war ganz klar, daß in den Bulli NUR feinstes Emaillegeschirr einziehen darf. Herrliche Spielwiese…, und wir besitzen jetzt sogar Dipschälchen passend zum Restgeschirr!
Ebenfalls unkaputtbar, und außerdem praktisch: Emaille geht zur Not auch auf dem Kocher, wenn man so wie wir dies Wochenende schlauerweise ohne Kochtopf losfährt.
(Und wie gut, dass ich soooo viele verschiedene Schalen & Schälchen in allen Größen gekauft habe, da gingen neben Kaffee und warmer Milch nämlich sogar noch baked beans zum Frühstück -und DAS fand dann sogar der Mann toll!)

Feinstes Frühstück, und dazu mit Premium View am noch (fast) menschenleeren Strand, mehr ging wirklich nicht!

Und was der Kaffee am Morgen oder Nachmittag ist, ist ja wohl der Sundowner am Abend, oder?
Und dementsprechend gehört natürlich auch die bullieigene Bordbar immer gut bestückt. Geht doch nix über ’nen ehrlichen Gin Tonic oder ein Glas gut gekühlten Rosé vor’m Essen und wenn man den Kühlschrank nur ordentlich genug hochpowert, kann Clementine sogar Eiswürfel!

Übrigens trinken wir normalerweise auch aus Gläsern. Die hatten wir aber ebenfalls vergessen, und waren froh, dass diese Becher noch vom Bullifestival übrig geblieben und noch im Bus waren. (wieder was für Muttis Liste- und man gut, daß die Saison grade erst losgeht)

Ausserdem wichtig-frische Blümchen, sofern es denn schon welche gibt (diese hier sind vom letzten Jahr, das Bild übrigens auch, deswegen auch Getränk im Glas!), und irgendein Gefäß zum Reinstellen findet sich auch garantiert.

Für die perfekte Chillout-Stimmung fehlt jetzt eigentlich nur noch die passende akustische Untermalung, das heisst Handy, Lieblingsmusik und eine anständige Box müssen ebenfalls dabeisein. Wir haben am Wochenende auf Spotify grade eine wirklich schöne Playlist namens „Vanlife Radio“ entdeckt – die läuft hier grade rauf und runter und wer mag hört doch einfach mal rein.

Und da es hier im Norden ja bekanntlicherweise auch gerne manchmal etwas kühler ist: Schöne Felle bzw. Kuscheldecken in allen Ausführungen gehören selbstverständlich in die Grundausstattung eines Campers, und wenn ich könnte dürfte, wie ich wollte, könnten wir bei einem plötzlichen Kälteeinbruch wahrscheinlich den halben Strand mit Decken versorgen…
Aber gibt doch nichts Herrlicheres, als sich bei leichtem Frösteln gemütlich in die eigene Wolldecke zu kuscheln, oder? Kennen das eigentlich nur Frauen?

Noch ein paar Dinge, die zwar nicht ganz so viel Spaß machen, aber trotzdem ganz praktisch sind:

Auch wenn’s mit dem Plastikgeschirr nicht geklappt hat, gehören jetzt aber zumindest Feuchttücher wieder zu meinem Leben. Egal, ob man mal eben seine Finger, den Tisch, die Hundeschnauze, Windschutzscheibe oder ein dreckiges Messer abwischen muss – Feuchttücher sind einfach toll!

Eine grosse Ikeatasche (gibt’s momentan zum Glück ja auch in stylisheren Farben als lego-blau) – ausser als Strandtasche bzw. zum Shoppen hat sich unsere hier extrem bewährt, um zum Beispiel Handtuch, Duschkrempel & Co zu den nächsten sanitären Anlagen zu schleppen, oder auch mal das dreckige Geschirr zum Abwaschen.
Aufhängemöglichkeiten gibts nämlich fast überall und man läuft nicht Gefahr, irgendwas da abzustellen zu müssen, wo man’s vielleicht grad nicht abstellen mag.

(Etwas grösserere Müllbeutel erfüllen einen ähnlichen Zwecke sind aber natürlich nicht ganz so stabil)

Achja, last but least:
nicht zu vergessen den weltbesten Reisehund, Sonnencreme für die Nase und die Adiletten, hier in einem ganz wunderbaren Stilleben vereint:

 

Darüber hinaus sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt : Outdoorkerzen (diesmal nicht im Einsatz, weil’s zum lange Draussensitzen abends dann noch zu kalt war), Wimpelketten, Lampions– hach ich freu‘ mich schon, wenn wir zum ersten Mal das Vorzelt wieder aufbauen, und Platz für all so’n Getüdel ist…

(im Übrigen häkel‘ ich grade an einer furchtbar kitschigen Wimpelkette -tasteless as tasteless goes, sag‘ ich Euch- mal gucken, ob sie irgendwann auch wirklich zum Einsatz kommt kommen darf. Gab’s aber als Set in Holland bei HEMA und musste natürlich mit. Klar, oder?)

 

Wie Ihr seht, im Großen und Ganzen haben wir’s glaub‘ ich schon verstanden, dieses Vanlife, und ein bisschen Luft nach oben ist ja auch nie verkehrt.
Und weil diese Liste auch überhaupt keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, gibt’s garantiert im Laufe der Saison ein Update. Bin mir fast sicher, daß mir noch das eine oder andere einfällt, auf das man ich unterwegs auf gar keinem Fall verzichten kann.

In diesem Sinne, keep on rollin‘ &  stay tuned!

 

ahoi, britta

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8 Kommentare bei „„ready to roll“ / erster Bullitrip des Jahres und meine Bulli-Essentials“

  1. Das klingt sooo nett und sieht sooo toll aus!!! Ich möchte auch sofort aufbrechen!!!
    Der Tipp mit den Feuchttüchern ist super – habe ich sofort notiert. Und die Wimpelkette möchte ich dringend sehen. (Hier ahnt jemand noch nicht, dass ich plane, für den Wohnwagen eine zu nähen 😉). Stichwort „Kaffee“ – da geht meiner Meinung nach nichts über die klassische Bialetti – der Kaffee ist lecker und unkompliziert zuzubereiten.
    Liebe Grüße Svenja.

    1. stimmt, Bialetti. Hatten wir ja schon mal drüber gesprochen. jetzt gucke ich gleich mal. Und es hat auch wieder sooooo viel Spaß gemacht, ich könnte gleich wieder aufbrechen… Zum Glück fängt die Saison ja grade erst an! Genähte Wimpel hätte ich übrigens auch noch. Und gekaufte. Und.. und.. und… 😉 hab‘ einen schönen Tag & liebe Grüße, BRitta

  2. Wunderschön ❤️
    Das ist das Einzige, was ich an meinem alten Leben mit meinem Ex vermisse: das Campingleben!

    1. wie-und der neue will nicht?????

  3. Euer Bulli ist ein Traum!
    Ich werde mich jetzt mal durch Deinen Blog lesen, denn hier gefällt’s mir! Schön, dass Du bei mir vorbeigeschaut hast und einen Kommentar dagelassen hast – so habe ich jetzt auch den Weg zu Dir gefunden und werde den Blog gleich mal in meiner Leseliste speichern.
    Liebe Grüße
    Moni

    1. Ach, danke! Lieb, dass du das sagst. Bin ja noch nicht so lange aktiv in diesem ‚Bloggerleben‘ und freu‘ mich auch tatsächlich immer noch riesig über jeden Kommentar.
      Und wenn’s um Sylt geht, bin ich doch immer aufmerksam und muss mal reinlesen… 🙂 Freut mich wenn wir hier weiter in Kontakt bleiben! Hab‘ noch einen schönen Tag & liebe Grüße von der Ostsee, Britta

  4. Wieder herrlich deine Schreibe 👍🏻😀.
    Also ich liebe, liebe, liebe unsere kleine Alessi Espresso‘maschine‘ aus Edelstahl. Nachdem ich den Vollautomaten vor zwei Jahren für immer abgeschworen habe und wir nur noch Filterkaffee in unseren Bechern hatten, fehlte mir doch immer häufiger der typische Espressogeschmack in meiner aufgeschäumten Milch. Bei Freunden habe ich dann letzten Sommer Bekanntschaft mit der kleinen Italienerin gemacht und bin begeistert. Sie kommt jetzt neben den obligatorischen eigenen Kissen auch mit in den Urlaub 😀.
    Übrigens finde ich die Idee mit dem Fell im Klappstuhl ja sowas von großartig!!! Muss ich unbedingt nachmachen 😊.
    LG Silke

    P.S. Hast du einen guten Tipp für einen schönen Campingwasserkessel? So einen brauchen wir nämlich noch 😀

  5. Wundervoll. Punkt. Ausrufezeichen. 😉☀️😀

Schreibe einen Kommentar