von Dummheit, chronischer Unpünktlichkeit & legendären Festen: meine fünf Fragen am Fünften im August

So, nachdem ich die Juli-Ausgabe der #fünfFragenamFünften einfach mal ganz elegant unter den (Camping-) Tisch habe fallen lassen, bin ich diesmal natürlich wieder am Start und motiviert bis in die Haarspitzen. Die übrigens dringend mal wieder einen Friseur bräuchten, by the way…, aber das ist ein anderes Thema

Mal schauen, was Nic in diesem Monat an aufschlussreichen Fragen für uns parat hat und in welcher Peinlichkeitskiste meines Gehirns ich diesmal kramen muss.
Bildertechnisch bleiben wir einfach noch ein bisschen in Stockholm. In den Rosendals Trädgarden (mein absolutes Lieblingscafé)  habe ich Euch ja schon hier mitgenommen, jetzt also einfach noch ein paar random Schnappschüsse aus der Stadt, an der mein Herz hängt wie an keiner zweiten..

1.Wie oft beginnst Du einen Satz mit „als ich so alt war wie Du…“?

Hierfür habe ich tatsächlich den Publikumsjoker gezogen und meine Kinder befragt. Einstimmige Antwort: „Nie“. Na also, womit das auch geklärt wäre.
Was ich aber glaub‘ ich allen Abiturienten der letzten Jahre mit auf den Weg gegeben habe und was in eine ähnliche Richtung geht, war der Satz „ich erinnere mich noch genau an den Sommer als ICH Abitur gemacht habe…“ – vielleicht weil mir dieser spezielle Sommer und das damit verbundene Gefühl tatsächlich noch wahnsinnig präsent sind.

2. Welches war Deine größte Dummheit?

„daran kann ich  mich NICHT erinnern“ – das ist doch eine mittlerweile allgemein akzeptierte Antwort auf derartige Fragen, oder?
Aber mal im Ernst – ich würde von mir zwar nicht behaupten, KEINE Dummheiten gemacht zu haben, aber die eine wirklich lebensverändernde war wohl nicht dabei. Auch wenn ich einige Dinge aus meiner heutigen Sicht vielleicht anders entschieden hätte, gibt es definitiv nix, was ich wirklich bereue. Oder ich erinnere mich vielleicht wirklich nicht….
Eine extrem dumme Aktion gab’s allerdings. Ich war so 18 oder 19 und das erste Mal auf der anderen Seite des großen Teiches. Alleine. Und stand natürlich  prompt einen Tag zu spät und zudem noch quasi mittellos am Flughafen in New York, um zurück zu fliegen. Die letzten Dollar hatte ich vorher sehr vorrausschauend in ‚frozen yoghurt‘ investiert (gab’s damals bei uns noch nicht!) und Kredikarte besaß ich natürlich auch noch nicht. Ich muss wohl dementsprechend verzweifelt ausgesehen haben – auf jeden Fall bin ich der netten Dame am British Airways -Counter heute noch mehr als dankbar dafür, dass sie es (zumindest für mich) relativ unkompliziert und vor allem UMSONST geschafft hat, mich auf irgendeine Maschine nach Europa zu buchen (obwohl eigentlich „fully booked“).
Und ab dann fand‘ ich mich eigentlich wieder ziemlich cool… und sehr kosmopolitisch. Ich hatte nämlich sogar noch einen Tag Aufenthalt in London „gewonnen“ und mein letztes Geld reichte grade noch für ein Zugticket in die Stadt.
Was ich allerdings  nicht bedacht hatte, war, dass sich Familie und Freunde zuhause natürlich längst in heller Aufruhr befanden. Schließlich war ich zu dem Zeitpunkt  ja schon mehr als 24 Stunden überfällig und Handy gab’s auch noch nicht. Im Nachhinein also dann doch nicht so wirklich cool.
Seitdem überfällt mich aber wirklich vor JEDEM Flug (meist allerdings auch erst auf dem Weg zum Flughafen) ein kurzer Moment der Panik,  und ich checke nochmal hektisch das Abflug-Datum.
Generell sind mir glaub‘ ich die dümmsten Sachen immer unterwegs passiert. Aber zum Glück auch alle glimpflich ausgegangen.

3.kommst Du immer zu früh, zu spät oder genau rechtzeitig?

Ok, hier liegen Anspruch und Wirklichkeit leider etwas auseinander. Nur eins ist klar. Zu früh bin ich definitv NIE, wäre aber eigentlich immer gerne genau rechtzeitig. Genauer gesagt, aus Angst zu früh zu kommen, komme ich meistens ein bisschen zu spät. Klingt unlogisch? Ist es aber überhaupt nicht.
Wenn ich zu einer bestimmten Zeit irgendwo sein soll, versuche ich das Haus auch just in time zu verlassen. Um eben nicht zu früh zu sein, das fände ich irgendwie Verschwendung. Wenn man dann so wie ich aber plötzlich (also immer!) noch wahlweise Brille, Handy oder Schlüssel suchen muss, sind das nachhher genau die Minuten, die mir zum Pünktlichsein fehlen.
Das Interessanteste daran finde ich allerdings, dass ich genau weiß, woran es liegt und an welchen Schrauben ich drehen müsste, um meine chronische Unpünktlichkeit in den Griff zu bekommen. Um es dann aber trotzdem nicht auf die Kette zu kriegen.
Also, Ihr lieben Menschen da draußen, bitte nicht böse sein, wenn Ihr mal wieder fünf Minuten auf mich warten müsst. Ich bin es auch nicht, wenn ich warten muß, versprochen!

4.Mit wem verbringst Du am liebsten einen freien Tag?

Das ist total unterschiedlich und vor allem an die Frage „womit“ gekoppelt.
Supergerne natürlich mit Mann, Hund und Bulli am Meer oder anderswo in der Natur.
Ich hab‘ aber auch schon ganz großartige freie Tage mit mir selber und einem guten Buch (alternativ auch Netflix oder Wintersport)  auf der Couch verbracht und wenn’s ums Bummeln bzw. Shoppen geht, ziehe ich meist weibliche Gesellschaft (aus Gründen) in Form meiner Tochter oder meinen liebsten Freundinnnen vor. In der Stadt sind Mann (zumindest meiner) und Hund nämlich absolute Fehlbesetzung, auf der anderen Seite würd‘ ich auch nicht jeden zum Wandern oder ins Theater mitnehmen.

 

5.Welches legendäre Fest wird Dir in Erinnerung bleiben?

Ich finde ja, dass die spontanen Feste auch oft die besten sind, und deswegen auch die, die einem an längsten in Erinnerung bleiben. Ich erinnere mich da an den einen oder anderen Abend, der ganz unspektakulär mit einem einfachen  Vino begann und plötzlich zu einer legendären Party eskaliert ist. Ob Spontan-Party am Pool, im Speisewagen der Deutschen Bahn, weil der eigene Waggon wegen ausgefallener Klimaanlage evakuiert werden musste oder ganz unspektakulär im Schlabberlook  in der Küche  – ich liebe solche Abende! Aber alles was lange lange geplant ist, unterliegt meist einem so hohen Erwartungsdruck, dass ich  schon im Vorwege die Lust verliere. Am Schlimmsten, wenn’s dann noch ne Mottoparty ist, und ich womöglich auch noch wochenlang drüber nachdenken muss, was ich anziehe.

So, Ihr Lieben, das war’s für heute auch schon wieder und ich lasse mich jetzt ganz schnell in meinen Ferienmodus zurückfallen. Das Kind möchte heute schließlich noch nach Lübeck, einen Rock nähen und thailändisch essen. Und der Hund muss auch noch raus… und zwar pünktlich!!!

 

Und später bin ich sehr gespannt auf Eure gesammelten Dummheiten! Und natürlich die legendären Partys!

bis dahin, habt’s hübsch,

 

Britta

 

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