vom großen Schweigen, weiten Reisen und ganz viel Heimatliebe: meine fünf Fragen am Fünften im März

Zack, und da ist der ungeliebte Februar auch schon wieder rum. DER Monat, vor dem mir normalerweise am meisten graut. Normalerweise, denn dies Jahr war ja alles anders und der kleine Februar hat sogar schon mal ein bisschen Frühling gespielt. Zwar auch sehr strange (und vielleicht auch bedenklich, Stichwort Klimawandel…), aber genossen hab‘ ich die frühlingshaften Temperaturen trotzdem. Und -welch Glück- wir durften ein paar dieser wunderbaren „Maibruar“-Tage auf der Lieblingsinsel verbringen.  Bildertechnisch geht’s heute deswegen auch nach Hörnum – an die Odde und das Ganze bei schönstem Sonnenschein.

Seid Ihr bereit für ein paar neue Insights aus meinem kleinen Leben? Dann los, Nic aka luzia pimpinella hat sich nämlich wieder fünf feine Fragen ausgedacht:

1.Sagst Du immer, was Du denkst?

Jein. Würde ich zwar manchmal gerne, aber es gibt ja durchaus Momente im Leben, in denen es aus diplomatischen Gründen einfach mal besser ist, die Klappe zu halten. Mach‘ ich dann auch. Auch wenn’s schwer fällt.
Aber: ich finde mich auf der anderen Seite auch zunehmend in Situationen wieder, in denen ich gar nicht anders kann, als meine Meinung zu äussern und vielleicht auch unangenehme Dinge einfach mal an – bzw. auszusprechen. Ich weiß nicht, ob das vielleicht so ein Altersding ist- aber ich habe mehr und mehr das Bedürfnis nach  Authentizität, bin viel weniger bereit, Dinge hinzunehmen, die mich stören und haue deswegen auch schon mal Sachen raus, die vielleicht grad nicht so populär sind.

„be impeccable with your word“

Ein Grundsatz der sogenannten „four Agreements“, den ich allerdings wirklich, wirklich  verinnerlicht habe. Jemanden mit Worten zu verletzen, geht nämlich manchmal viel schneller als man denkt und ist leider auch nur sehr selten reversibel. Und deswegen denke ich auf manchen Sachen auch schon mal echt lange drauf rum, bevor ich mich äußere. Oder es eben auch einfach mal lasse.
Da bin ich dann auch sehr froh über die uns Norddeutschen so oft nachgesagte Zurückhaltung und darüber, dass ich mein Herz eben nicht zwangsläufig auf der Zunge trage.

2.Wirst Du immer dort wohnen bleiben, wo Du nun wohnst?

Wenn damit der Ort gemeint ist, ganz klares JA! Hoffe ich zumindest. Ich bin nämlich Kielerin „by heart“ und kann mir tatsächlich nicht vorstellen, woanders zu leben. Schon gar nicht, wenn kein Meer in der Nähe ist. Und ja, ich weiß, es gibt durchaus schönere Städte und sollte ich tatsächlich irgendwann mal umziehen müssen, hätte ich spontan Hamburg oder Stockholm im Kopf.
An unserem Häuschen hänge ich zwar auch, könnte mich da aber am ehesten mit Veränderungen anfreunden. So ein moderner Bungalow oder eine schicke Altbauwohnung (MIT Flügeltüren selbstverständlich) hätten für mich nämlich auch durchaus ihren Reiz.
Idealerweise hätte ich parallel zu meiner Homebase Kiel dann allerdings noch ein Häuschen in den Stockholmer Schären, mit eigenem Bootssteg, eigenen Blaubeeren, Sauna, Platz für Freunde & Familie und vielen Felsen zum Draufsitzen.

Lnagweilig? Nö-denn diese grundsätzliche Heimatverbundenheit kompensiere ich auf der anderen Seite nämlich mit einer großen Portion Abenteuerlust. Fernweh ist mein zweiter Vorname und der kleine Nomade in meinem Herzen lässt sich wunderbar durchs Reisen zufriedenstellen (siehe Frage 4). So gerne ich aber auch wegfahre, so gerne komme ich auch immer wieder nach Hause zurück, und nach jedem längeren (so 3-4 Tage-Ihr wisst Bescheid!) Urlaub führt mich einer meiner ersten Wege direkt ans Hindenburgufer (Kiellinie, sorry). Einmal gucken, ob die Ostsee noch da ist. War schon immer so und wird wahrscheinlich auch immer so bleiben.

3.Wie klingt dein Lachen?

Oh Gott, das könnten wahrscheinlich andere besser beantworten als ich.
Würde aber von mir behaupten, dass ich da schon die volle Palette draufhabe, denn ich lache schon sehr gerne und viel. Meine Kinder würden jetzt wahrscheinlich ergänzen „und laut“.
Da ich (leider) aber die dumme Angewohnheit besitze, in den unpassendsten Situationen plötzlich einen hysterischen Lachflash zu bekommen, habe ich im Laufe meines bisherigen Lebens die Kunst des unterdrückten Kicherns so ziemlich perfektioniert. Leider aber nicht, ohne nicht doch manchmal spontan loszuprusten. Was dann zwar ungewollt, aber  trotzdem nicht immer angebracht ist.

4.Was war deine weiteste Reise?

Siehe Frage 1: Ich bin zwar sehr sehr heimatverbunden, aber gleichzeitig auch schon immer extrem reiselustig gewesen.
Und so richtig, richtig weit ist eine Reise für mich dann, wenn man im Flugzeug sitzt und komplett den Überblick darüber verloren hat, welcher Tag grade ist, welche Tageszeit sein könnte  und der einzige Anhaltspunkt die Art der Mahlzeit ist, die Dir zwischen zwei Filmen serviert wird.  Das ging mir das erste Mal so, als ich nach dem Abi nach Asien geflogen bin und dann definitiv auf unserem Trip nach Neuseeland. In die andere Richtung habe ich es schon bis Hawaii geschafft, da hätte also nur noch ein kleines Stück gefehlt und ich wäre tatsächlich einmal „rum“ gewesen.

Ansonsten ist der Begriff „weit“ ja aber auch relativ und manchmal gar keine Sache von Kilometern. Der Sundowner mit Freunden abends nach Feierabend am Hausstrand, eine Runde schwimmen und 2-3 Stündchen fühlen sich an wie ein kleiner Urlaub, weil der Alltag plötzlich so weit weg ist.

5.Was kannst Du stundenlang tun, ohne dass dir langweilig wird?

Echt jetzt? Wollt Ihr’s wirklich wissen? Ok- was ich wirklich stundelang tun kann, mit wachsender Begeisterung und am allerliebsten, wenn ich alleine zuhause bin ist tatsächlich Sport gucken. Am allerliebsten Wintersport (erwähnte ich glaub‘ ich auch schon mal irgendwo, oder?)
Und dabei so vor mich hintüdeln: Zeitschriften durchblättern, sortieren, irgendwelche Sachen rausreißen, in Reiseführern und -magazinen stöbern, Listen schreiben, Stricken, Kuchen backen, Wäsche falten, aufräumen etc. Für mich Entspannung pur .

Was ich auch super kann: irgendwo in einer netten Location sitzen und Leute beobachten und grade unterwegs ist mir schon oft aufgefallen, dass man selten soviel über Land und Leute erfährt als durchs bloße Glotzen.
„Anglotzen gehen“ ist deswegen bei uns (in der Familie und Freundesfamilie) daher auch seit Jahren eine feste & äußerst beliebte Redewendung und bedeutet soviel wie losgehen, sich umgucken und einfach treiben lassen. Herrlich, auch das könnte ich stundenlang tun, ohne dass mir langweilig wird.

So. Damit hätten wir das auch erledigt. Ich stöbere jetzt gleich mal ein wenig in Euren Beiträgen und bin schon sehr gespannt, mit welchen sinnvollen Tätigkeiten Ihr denn Eure Zeit so am liebsten verbringt, wer der große Schweiger ist und wer von Euch am dreckigsten lacht!.

Wir sehen uns dann hoffentlich im April wieder zu einer neuen Runde #fünffragenamfünften,

bis dahin, habt’s hübsch und genießt die erste Märzsonne

Britta

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