vom „blue monday“ und meinen 10 Tools gegen den Winterblues

So, da isser ist auch schon wieder um, der erste Monat des neuen Jahres. Und ich gebe zu, so richtig bin ICH noch nicht angekommen in diesem 2019.
Nachdem ich vor knapp 3 Wochen grade noch völlig euphorisch meine Wünsche, Pläne und Ziele fürs kommende Jahr in die Welt hinausposaunt habe, bin ich kurz danach in ein ziemlich tiefes Motivationsloch gefallen, aus dem ich auch irgendwie nur schwer wieder herausfinde.
Diesen so called Winterblues kenne ich von mir zwar schon, meistens trifft er mich allerdings erst im Februar, wenn wirklich alle Reserven aufgebraucht sind. In diesem Jahr dann also etwas früher und dafür aber auch mit voller Wucht! Kennt Ihr das? Laune auf dem Tiefpunkt, das Gefühl, nichts zu schaffen, alles und alle (und sich selber ganz besonders) doof zu finden, mal kurz sein Leben (und die ganze Welt) in Frage zu stellen und einfach nicht ausm Quark zu kommen? Jahresanfangsmimimi vom allerfeinsten hier also grade,  und statt mir selbst in den Hintern zu treten, verstricke ich mich immer tiefer in meine Zweifelei und tue mir obendrein auch noch selber leid. Supervorraussetzung zum Jahresbeginn, oder?

Allerdings scheint das nicht nur meine ganz persönliche Macke zu sein: Neulich erzählte mir eine Nachbarin nämlich vom sogenannten „blue monday“ . Kennt Ihr? Und nein – ich meine jetzt nicht das Kultlied aus den 90ern-  sondern Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der  3. Montag im Januar tatsächlich der traurigste Tag des Jahres ist. Wenn auch im Auftrag eines britischen Reiseunternehmens, aber anhand einer komplizierten  Formel aus Jahreszeit, Wetter (bereits wieder über Bord geworfenen) guten Vorsätzen etc. lässt sich so angeblich dieser deprimierendste Tag des Jahres errechnen.

Nun denn, da hat das Kind doch wenigstens einen Namen und man gut, dass es sich eigentlich auch nur um EINEN Tag handelt. Sollte dann jetzt also langsam wieder aufwärts gehen 🙂

Und wem es grade ähnlich ergeht, für den kommen hier meine ultimativen Gute-Laune-Tools gegen den Winterblues:

1. EAT THE RAINBOW
Ich kann mich nur wiederholen, ich bin überhaupt kein Dogmatiker und ohne jetzt komplizierten Ernährungsplänen oder Challenges anzuhängen, habe ich nach Neujahr ganz automatisch Lust auf Frisches. Heißt konkret, ich kaufe bewusst ein, viel frisches Obst und Gemüse  (lasse sogar Chips & Schoki häufiger mal  im Supermarktregal), und freue mich grade über ganz viel Farbe auf dem Teller.
Und dass sich Farben nun mal positiv auf die menschliche Stimmung auswirken, ist ja nun wahrlich kein Geheimnis.

Rotkohl funktioniert zB. nicht nur als Beilage zu Gans & Co. sondern kommt bei uns im Moment auch häufig mal roh oder nur kurz angebraten in Form von Salaten oder Bowls auf den Tisch. Sieht klasse aus, schmeckt prima, und ist dazu noch ein Super-Lieferant für verschiedenste Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe.

Dazu gibt’s frisch gepresste Säfte, Smoothies und jeden Morgen (m)einen obligatorischen „Shot“ fürs Immunsystem. Dabei schwöre ich normalerweise auf den ultimativen Virenkiller mit viel Ingwer & viel Zitrone: ich bin da ziemlich schmerzfrei und zu scharf gibt’s nicht. Immer getreu dem Motto „viel hilft viel“- bilde ich mir zumindest ein.
Bei Nic aka Luzia Pimpinella habe ich letztens aber diese fröhlich-pinkige und etwas gemäßigtere Variante mit Ingwer, Zitrone und Granatapfelkernen entdeckt und natürlich gleich ausprobiert. Auch extrem lecker und deswegen lautet unser Morgenmotto (naja, eher mein Motto. Der Mann HASST nämlich Ingwer!)  momentan „DRINK PINK“!

2. FLOWER POWER
Frische Blumen gibt’s bei mir ja immer. Aber selten macht mir Blumenkaufen soviel Spaß wie im Frühjahr. Mit einem ganzen Arm voller Tulpen vom Markt zu kommen, hebt die Laune einfach ungemein. Und auch auf die Gefahr hin, daß jetzt wahrscheinlich viele laut aufschreien: aber für  mich gibt’s darüber hinaus auch nichts Schöneres, das Haus zu betreten  und mit dem markanten Duft von blühenden Hyazinthen empfangen zu werden. Aber daran scheiden sich wahrscheinlich die Geister-entweder man liebt den Geruch oder man hasst ihn. Ich jedenfalls liebe ihn!

3. RAUS AN DIE FRISCHE LUFT

Raus an die Luft-das muss man einem Hundebesitzer ja nun nicht zweimal sagen. Aber auch wenn es für mich zum Alltag gehört, frische Luft tut nun mal immer richtig gut, macht einen klaren Kopf jedenfalls(manchmal)  und kurbelt darüberhinaus aber auch die Serotonin-Produktion im Körper an. Und damit tuen wir armen grade im Winterhalbjahr mit Licht und Sonne doch eher unterversorgten Nordeuropäer uns und unseren Vitamin-D Speichern einen ziemlich großen Gefallen! Also, rein in die Winterboots, Pudelmütze auf und einfach mal raus!

4. GETTING COZY

Sobald das Wetter besser wird und die Temperaturen steigen, zieht es mich ja immer schnell nach draußen.
Aber genau deswegen kann ich auch so usseligen Winterwochenenden echt was abgewinnen und versuche,  diese auch richtig zu zelebrieren. Mit Kaminfeuer, mit Kerzen (ich bin übrigens ein großer Fan von Duftkerzen, denn auch ätherische Öle und Düfte haben unbewusst ja einen immensen Einfluss auf unsere Stimmung), mit Tee oder heißer Schokolade und viel Zeit zum Lesen, um in Magazinen oder Blogs stöbern, Pläne zu schmieden und und und…

Außerdem, wer mich kennt, weiß dass ich ein totaler Wintersportjunkie bin und auf den Pisten, Loipen und Schanzen dieser Welt zuhause. Zumindest via TV. Dabei kann ich aber auch herrlich abschalten-und trotzdem nebenbei richtig was schaffen wie zB. Schränke oder Rödelschubladen ausmisten, kochen, einen Kuchen backen, endlich mal  unfertige Nähprojekte zu Ende stellen oder Papierkram sortieren. Eine Win-Win-Situation quasi und ich liebe es, wenn sich schon zum Frühstück die Reporterstimmen aus dem Hintegrund überschlagen.

5. FRISCHEKICK FÜR DIE WOHNUNG

Wo wir schon mal dabei sind: für mich sind Januar und Februar eigentlich die idealen Monate, um auch unserem Zuhause einen kleinen Frischekick zu verpassen.
Erstens ist der ganze Weihnachtsplunder wieder auf dem Dachboden verschwunden, zweitens haben wir ja alle dank Marie Kondo und/oder gesundem Menschenverstand sowieso grad unser Haus (und unser Leben) komplett entrümpelt und drittens bietet ein leerer leererer Raum doch einfach eine wunderbare Projektionsfläche für kleine Veränderungen. Oder?
Und hiermit meine ich nicht, dass die komplette Eirichtung einmal auf links gedreht wird. Das wäre ja wieder Stress. Und da wir uns ja ebenfalls alle vorgenommen haben, weniger und bewusster zu kaufen, reicht es ja manchmal auch schon, ein wenig umzuräumen, die Vase aus dem Flur mal ins Wohnzimmer zu stellen, Bilder umzuhängen oder bestehende Farbkonzepte einfach mal  bewusst zu brechen, sei es durch Blumen, farbige Kerzen oder neue Kissenbezüge fürs Sofa.
Auch wenn’s jetzt nicht wirklich Interior ist – noch ein kleiner von mir erprobter und für außerordentlich tauglich befundener Tip: auch ein neuer roter Lippenstift kann Wunder bewirken und sorgt spontan für gute Laune!

6. SHARING MEMORIES

Jetzt mal Hand aufs Herz: im Zeitalter der digitalen Fotografie führen unsere Millionen gesammelten Urlaubsbilder meist ja doch ein eher ein tristes Dasein auf irgendwelchen Festplatten, oder? Wie wäre es denn mal mit einem Fotobuch? Urlaubsfotos zu sichten, zu bearbeiten und zu einem schönen Bildband zusammenzustellen macht nicht nur mega Spaß – man reist virtuell ja quasi nocheinmal-sondern ist darüberhinaus auch eine wunderbare Winterbeschäftigung. Und auch wenn ich’s nicht kontinuierlich schaffe: Zumindest unsere größeren Trips habe ich jeweils in einem Buch zusammengefasst, und es ist erstaunlich, wie oft man diese dann doch zur Hand nimmt und mal eben durchblättert.

Und Stichwort „sharing memories“: so ein Fotobuch ist übrigens auch ein tolles Geschenk. Und dafür muss es ja nicht immer gleich Coffeetable-Size sein, so ein kleines Heft im Handtaschenformat vom letzten Freundinnentrip ist auch ’ne Super Sache und ein tolles und vor allem sehr persönliches Mitbringsel.

7. URLAUBSPLANUNG

Nach dem Urlaub ist ja aber auch immer vor dem Urlaub und Vorfreude doch bekanntlich auch mit die schönste Freude. Zumindest bei mir, und die Urlaubsvorbereitung macht mir in der Regel ähnlich viel Spaß wie das Reisen selber. Aber auch da hinke ich in diesem Jahr aus den verschiedensten Gründen ein bisschen hinterher. Wer mit wem? Wann? Was? Wohin? Ich krieg’s im Moment einfach nicht sortiert, was mich extrem nervt!!! Meine obligatorische Reisebucketlist wollte ich nämlich auch schon längst gepostet haben, aber wie gesagt, auch da kommen wir grad noch nicht so aus’m Quark.
Vielleicht mach ich’s aber jetzt auch einfach. Eine Bucketlist ist ja schließlich nur eine Bucketlist und nicht in Stein gemeißelt, deswegen her jetzt mit den schönen Reiseführern, Reiseberichten und -Blogs! Zumindest gedanklich geht’s dann wenigstens schon mal auf die Reise.
In der nächsten Woche werde ich mich außerdem noch ein wenig auf der  Oohh-Freizeitwelten der Messe Hamburg rumtreiben, und mal schauen, was ich von da noch an neuen Ideen und Inspirationen mit nach Hause bringe. Da freue ich mich auf jeden Fall schon sehr drauf!

8. BEWUSSTE AUSZEIT AM MEER

Wann immer es geht, versuche ich außerdem, ein ganz bewusstes Auszeitwochenende an den Jahresanfang zu legen. Am liebsten natürlich an die Nordsee, meinem Sehnsuchtsort Nr.1, obwohl wir das Meer ja quasi vor der Haustür haben. Aber schon von Kindesbeinen an hat die Nordsee für mich so ihren ganz eigenen Reiz.

Ich mag ja Jahreszeiten, und für mich darf es im Winter deswegen auch gerne mal kalt und nass und grau sein. Sonne und blauen Himmel kann ja jeder- ich persönlich mag es sogar extrem gerne, auch schlechtem Wetter zu trotzen, sich ordentlich eingemummelt so richtig durchpusten zu lassen und die kilometerlangen Nordseestrände fast für sich alleine zu haben. Hinterher in der Sauna langsam wieder aufzutauen, vielleicht ’ne Runde schwimmen zu gehen und sich dann noch mit einem leckeren Essen zu verwöhnen. Kleines großes Glück!

9. SICH RICHTIG AUSPOWERN

Glücklicherweise gehöre ich zu den Menschen, für die Sport zum Leben irgendwie dazugehört. Zwar immer in unterschiedlicher Intensität, aber zu irgendeiner Form von Bewegung kriege ich mich eigentlich immer ganz gut und ohne größere Schwierigkeiten motiviert. Was ich in diesem Jahr dabei für mich wiederentdeckt habe, ist tatsächlich Dance-Aerobic! Und damit meine ich jetzt aber nicht das Rumgehüpfe im neonfarbenen Bikinihöschen a la Jane Fonda, sondern eher etwas was alle U 16 wahrscheinlich eher als Videoclipdancing bezeichnen würden. Richtig anstrengend, aber auch richtig richtig cool, auch wenn mich im Laufe so einer Stunde des Öfteren das Gefühl beschleicht,  maximal unbegabt zu sein und ich manche Teile der Choreographie auch mit der Eleganz eines Elefanten aufs Parkett bringe, um nicht völlig den Anschluss zu verlieren. Aber hey, der Weg ist das Ziel und vor allem macht es einfach riesengroßen Spaß! Für mich momentan DAS ultimative Gute-Laune-Tool!

10. SICH ZEIT FÜR FREUNDE NEHMEN

Wer hat sie nicht-die Liste von Freunden, bei denen man sich schon so lange mal wieder melden wollte?
Und wann, wenn nicht jetzt ist die Zeit, dies auch endlich mal zu tun?
Und idealerweise dann auch gleich Nägel mit Köpfen bzw. sofort ein festes Date abzumachen?

Ich bin ja eine Meisterin der Prokrastination und selbst solche ja eher angenehmen Dinge schiebe ich gerne auf die lange Bank. Deswegen, ran ans Handy, selbst eine kurze Whats-App ist besser als nix: ansonsten  ein ausgiebiges Telefonat oder das so lang aufgeschobene Kaffeedate mit der Uraltfreundin – für mich sind solche Begegnungen unendlich wertvoll und ein echter Selbstwert-Booster. Man guckt  mal wieder über den eigenen Tellerrand hinaus, tauscht sich aus, sieht sich selber plötzlich wieder in einem ganz anderen Blickwinkel und das Ganze meist auch noch sehr nachhaltig. Ich jedenfalls zehre von solchen guten Begegnungen echt lange, und deswegen sollte man die Kraft von Freundschaften nicht unterschätzen!

Oder wie wär’s mit einer spontanen Einladung? Natürlich OHNE sich selber schon wieder unter Druck zu setzen oder das Gefühl zu haben, anderen (und sich selbst) was beweisen zu müssen. Kein ausgeklügeltes 5-Gängemenü sondern einfach ein liebevoll gedeckter Tisch, ein Glas Wein und ein bisschen Brot und Käse sollte als Garant für einen wunderbaren Abend unter Freunden doch wohl reichen, oder?
Ich glaube, ich wälze gleich mal meinen Kalender.

So, Ihr Lieben ich hoffe, Ihr könnt mit meiner kleinen Liste etwas anfangen und vielleicht hat sich der/die eine oder andere in meinem Post ja sogar ein bisschen wiedererkannt.
Ich werde jetzt auf jeden Fall mein Jahresanfangsmimimi noch ein wenig pflegen und mir erstmal eine große Kanne Tee kochen.
Und DANN rufe ich meine alte Freundin Heike an. Ein Date ist da nämlich auch längst überfällig und das muss ich schleunigst ändern. So let’s do this!

Ihr seht also, es geht so langsam aufwärts.

Habt’s hübsch und bis zum nächsten Mal (dann auch wieder mit etwas weniger Psychotrallala, versprochen. Aber auch das musste mal raus.)

 

Britta

 

 

 

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