Von Nachrichten und nutzlosen Talenten: meine fünf Fragen am Fünften

Fünf Fragen am Fünften heißt (hieß!) es wie jeden Monat am 5. bei Nic aka luziapimpinella  auf dem Blog.Und stimmt, heute ist ja gar nicht der fünfte,  aber aus Gründen gibt’s meinen Beitrag diesmal einfach mit ein paar Tagen Verspätung.
Wer mir auf Insta folgt, hat ja vielleicht schon gesehen, dass ich die letzten 5 Tage in Köln und unter anderem auf der BLOGST unterwegs war. Zwei wahnsinnig intensive Tage mit spannenden Vorträgen, tollen Menschen, vielen Begegnungen und das Ganze auch noch in einer fantastischen Location. Ihr merkt, ich gerate ins Schwärmen und schweife ab, denn das wollte ich hier ja eigentlich grad gar nicht erzählen.
Außerdem habe ich noch eine „alte“ Freundin wiedergetroffen und festgestellt, WIE toll es ist, wenn man nach über 12 Jahren einfach da anknüpfen kann, wo man letztes Mal aufgehört hat. UND ich durfte im Anschluss dann auch noch zwei ganz zauberhafte Tage mit dem großen Tochterkind verbingen. Mit Bummeln, Kaffeetrinken und ganz viel Qualitytime zu zweit. Herrlich war’s!
Aber soviel Input, Inspiration & Austausch will auch erstmal verarbeitet sein. Und nach einer sehr kurzen Nacht (weil sehr aufregenden Rückfahrt mit der Bahn, über 4 Stunden Verspätung, und einer nächtlichen Taxifahrt nach Kiel, weil nix andres mehr ging) werden meine Antworten heute  vermutlich auch etwas kürzer ausfallen. Sorry dafür. Ich fühle mich aber auch irgendwie leergesabbelt und muss erstmal ein paar Akkus wieder aufladen.
Aber kneifen gildet nicht – und würde sich auch mit meinem inneren Monk nicht so gut vertragen!

Bildertechnisch bleib‘ ich der Einfachheit halber auch in Köln. Zwar hab‘ ich auf der BLOGST selber vor lauter Vernetzen, Quatschen & Kaffeetrinken so ziemlich GAR keine Fotos gemacht, dafür gibt’s dann ein paar Bilder von unserem Bummel durchs belgische Viertel. So schön ist es nämlich dort und man könnte meinen, wir hätten den ganzen Tag nur gegessen. Haben wir auch, aber auch eben auch nur fast. Shoppen kann man dort nämlich auch ganz fantastisch! Wen es interessiert: Ricarda (23qm Stil) hat hier einen ganz wunderbaren Beitrag übers „Veedel“ geschrieben mit jeder Menge toller Tips! Also wer nach Köln will, unbedingt mal reingucken- es lohnt sich wirklich!

Aber jetzt schnell zu den Fragen.
And here we go:

1.Wo informierst Du Dich über das Tagesgeschehen?

Völlig oldschool, aber am liebsten gucke ich tatsächlich Nachrichten im Fernsehen. Gerne die gute alte Tagesschau – ich mag diesen Rhythmus und finde es großartig so wie früher zuhause bei meinen Eltern mit Gongschlag 20.00 Uhr dann auch wirklich das Abendprogramm einzuläuten – das scheitert hier manchmal aber einfach an der Realität. Dann aber gerne später die Tagesthemen.
Und gibt’s einen aktuellen Anlass (wie heute z.B. die midterms in Amerika) informiere ich mich auch schon mal zwischendurch ganz gezielt online. Wenn man darüber hinaus wie wir auch noch diverse Nachrichtendienste abonniert hat, bleibt es natürlich auch nicht aus, dass zwischendurch immer mal die ein oder andere neue Meldung aufploppt, während man arbeitet oder in den sozialen Netzwerken unterwegs ist.
Mein Morgenritual Kaffee und Tageszeitung beschränkt sich daher wirklich auf das Lokalblatt (und den Sportteil!), um zu gucken, was hier in der Umgebung grad so los ist (oder aber eben auch nicht los ist), und ist meist schnell abgefrühstückt.
Mehr Hintergrundwissen hole ich mir dagegen gerne aus einer Wochenzeitschrift. Seit Studententagen bin ich nämlich ein großer Fan der „Zeit“ und auch wenn es fast utopisch ist, sie innerhalb von 7 Tagen komplett durchzuarbeiten, greife ich mir zumindest punktuell die Teile raus, die mich interessieren.

2.Auf welche 2 Dinge kannst Du nicht verzichten?

Die Frage habe ich tatsächlich dieses Jahr schon mal irgendwo beantwortet, und ich glaube da um einiges philosophischer. Deswegen setze ich jetzt mal so abstrakte Dinge wie unser privilegiertes Leben in (relativem) Frieden, Gesundheit, Familie & Freunde als gegeben voraus und gucke wirklich nur nach materiellen Dingen, auf die ich nicht verzichten mag.

Und auch wenn sich’s blöd und ein bisschen pubertär anhört- das erste ist sicherlich mein Smartphone! in diesem kleinen Ding steckt einfach ein Großteil meines Lebens, meine ganzen Kontakte, meine Vergangenheit in Form von über 20.000 Fotos und die fantastische Möglichkeit zu jeder Zeit in verschiedenster Form mit Menschen, die mir wichtig sind, Kontakt aufzunehmen. Und auch wenn die permanente Erreichbarkeit manchmal Fluch & Segen zugleich bedeutet, möchte ich die Freiheit, auch von unterwegs mal eben ne Mail schreiben zu können, einen wichtigen Anruf entgegenzunehmen oder auch nur online schnell mal irgendetwas zu recherchieren, nicht mehr missen.
Und wie Ihr sicher an meinen Fotos gemerkt habt – auch nicht auf den Portraitmodus meiner Handykamera. Ich liebe ihn einfach, und verwende ihn deswegen grad auch ziemlich inflationär.

Das zweite ist sicherlich Kaffee. Der Spruch „but first coffee““ könnte von mir stammen. Ohne meinen Morgenkaffee geht hier nämlich gar nix, da weigert sich mein Tag auch  zu starten und egal in welchem Zustand ich mich befinde: die erste Amtshandlung morgens ist Kaffeekochen. Isso. Und vorher spricht man mich auch besser nicht an.

Und ich hätte auch noch eine dritte Sache (wenn ich denn darf): ich werde total nervös, wenn ich kein Haargummi dabei habe. Mit meinen Haaren befinde ich mich nämlich in einem permanenten Kriegszustand darüber, ob sie denn heute offen getragen werden möchten, ich sie nicht doch vielleicht wieder abschneide, oder -mal was ganz Neues-einfach mal  wachsen lasse. Mein Friseurin kann ein Lied davon singen und egal, wie lange ich morgens gefönt und gemacht und getan habe – enden tut das Ganze zu 99% im Zopf. That’s why!

3.Welches nutzlose Talent besitzt Du?

Für diese Frage bitte einmal kurz die Antwort von Nic lesen. Das unterschreibe ich alles. Eins zu eins.
Sobald irgendwo Musik angeht, funktioniert auch mein Gehirn offenbar wie ein riesengroßer Schwamm und saugt Songtexte auf.
Ausserdem singe ich fast automatisch mit. Manchmal und in Gegenwart von mir unbekannten Menschen ist es mir aber auch latent peinlich, bei jedem noch so bekloppten Schlager, Karnevalssong oder whatever so textfest zu sein. Aber hey, ich kann nix dafür!!!!

Bei Zahlen geht’s mir teilweise ähnlich. Weckt mich nachts und ich kann Euch noch seit über 25 Jahren nicht mehr gewählte Telefonnummern von früheren Schulfreundinnen oder Exfreunden runterbeten. Aber wehe, Ihr fragt mich nach einem  1,5-stündigen Stadtbummel, in welcher Etage des Parkhauses mein Auto steht. Diese durchaus wichtige Information ist dann leider mal komplett verschwunden in den Tiefen meiner Gehirnwindungen. (Und deswegen parke ich in Hamburg so gerne im Parkhaus am Gänsemarkt -die Hamburger unter Euch wissen warum 🙂 mit Obst kann ich einfach besser…)

4.Sprichst Du manchmal mit Gegenständen?

Hmmm. Die einen sagen so, die anderen so. Der Hund zählt nicht, finde ich und Pflanzen zum Volltexten habe ich nicht so wirklich.
Ich würde mal sagen, ich quatsche manchmal einfach so in den luftleeren Raum, über das was ich grade tue. Oder eben nicht tue oder eventuell vorhabe, zu tun und bilde mir ein, dass es dann einfach besser flutscht.
Außerdem hatte ich mal ein Auto, das habe ich morgens auch immer regelrecht angefleht, doch bitte, bitte anzuspringen und beim Nähen rede ich sehr gerne mit meiner Unterfadenspule. Vorzugsweise dann,  wenn ich an der letzten (längeren) Naht sitze und vorher zu faul war, nochmal Garn aufzuspulen… (wer näht, weiß, was ich meine).
Mit anderen Gegenständen, meist technischer Natur kommuniziere ich nur dann, wenn sie nicht so wollen wie ich will und ich sie bepöbeln kann. Und was mich richtig fuchsig macht, sind so kleine friemelige Teile, die nicht auf Anhieb funktionieren. Ungeduld ist nämlich mein zweiter Vorname, und das geht dann auch eher selten so ganz ruhig ab.

5. Welchen Akzent findest Du charmant?

Da kommt in mir das Nordlicht wieder mal durch. Ich liebe es, wenn Skandinavier und vorzugsweise die Dänen Deutsch sprechen. Das klingt einfach so unfassbar gemütlich und heimelig, dass ich automatisch gute Laune bekomme.
Das steckt sicherlich auch eine große Portion Kindheitserinnerungen drin und erinnert mich an lange Sommerferien auf dem Bauernhof, Urlaubshygge und den Geruch von frischem Heu und rundstykken frisch aus dem Ofen. Ich mag es, wie die Dänen (genau die Hamburger)  immer ein bisschen über den berühmt-berüchtigten spitzen Stein stolpern, und muss jedes Mal aufpassen, dass ich mich nicht spontan in mein Gegenüber verliebe.

So, das waren meine “ 5 Fragen Fünften“ – heute mal in der etwas abgespeckten Variante, aber mehr Gedankenarbeit lässt mein Gehirn grad nicht zu.
Werde es mir jetzt mit Tee und Wolldecke auf dem Sofa gemütlich machen und wenigstens nochmal schnell luschern gehen, welche sinnbefreiten Talente denn bei Euch noch so schlummern. Und um im Motto des Blogst-Wochenendes  #vernetztwachsen zu bleiben: wer weiß, was da nicht noch so alles an Synergiepotential steckt????

Ich bin jedenfalls gespannt. Und freue mich schon auf die nächste (wirklich schon letzte???) Runde Blogger-Striptease mit Euch.

bis dahin, habt’s hübsch und immer schön mitsingen (selbst bei Helene Fischer).
Ich gucke jedenfalls nicht komisch, verprochen!

Britta

 

 

Schreibe einen Kommentar