von Kostümpartys, Kellern und Komplimenten: meine 5 Fragen am Fünften

Und zack, da ist er plötzlich, der Herbst und ( hoffentlich) goldene Oktober! Der letzte Monat ist zumindest bei uns aber auch wieder wie im Fluge vergangen, mit Umzugsvorbereitungen (jaaaa, jetzt ist auch das Zweitkind ein Student geworden und geht seine eigenen Wege), alltäglichem Baustellenwahnsinn  und ein paar wunderbaren Spätsommertagen in den Bergen.
Im Grunde meines Herzens bin ich ja Küstenkind-habe in den letzten Jahren allerdings auch meine ganz ganz große Liebe zu den Bergen entdeckt. Und ich meine Berge ohne Schnee, zum Wandern, nicht zum Skifahren. Ich kann es auch nicht erklären, aber irgenwas macht die Natur dort mit Einem. Die Ruhe, die klare Luft, die majestätische Aussicht -ich bin jedenfalls jedes Mal aufs Neue geflasht und auch wieder nur SEHR schweren Herzens abgereist.
Hätt‘ ich früher NIE für möglich gehalten, aber ich zähle tatsächlich jetzt schon die Tage, bis der Berg wieder ruft!

OK, das ist aber heute gar nicht das Thema , sondern heute ist der fünfte und das bedeutet wieder ein fröhliches Fragenspektakel, das die liebe Nic für uns vorbereitet hat. Allerdings nehme ich Euch bildertechnisch nochmal mit auf eine schöne Wandertour. Auf geht’s zum Eckbauern- kommt Ihr mit?

1.Was ist der seltsamste Ort an dem Du je aufgewacht bist?

Auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt ziemlich langweilig ist. Ich bin zwar schon an extrem schönen und manchmal auch an weniger schönen Orten aufgewacht-aber so ein richtig seltsamer war glaub‘ ich nicht dabei. Sorry. Und mitten in der Nacht auf der Terrasse aufzuwachen, weil alle anderen schon ins Bett gegangen sind, zählt nicht, oder? Die Hotelbadewanne, weil meine Zimmerpartnerin so geschnarcht hat? Auch blöd. Umkleideräume auf irgendwelchen Hockeyturnieren (inklusive Abklebens des Bewegungsmelders, damit man auch wirklich schön im Dunkeln schlumpert?) Auch nicht wirklich spektakulär.
Aber vielleicht ist es mal an der Zeit! Ich werde mal in mich gehen, mein Ehrgeiz ist jetzt definitiv geweckt! Und falls mir nix einfällt, hat bestimmt Pro 7 noch was in petto… („die 100 spektakulärsten Übernachtungsorte…“)

2.Bald ist Halloween… magst Du eigentlich Kostümpartys?

Einfache Frage, einfache Antwort! Ich HASSE Kostümpartys! Finde zwar immer toll, wie andere so völlig in Kostümwahl und -Planung aufgehen, und erstarre dann auch jedesmal in Ehrfurcht und Bewunderung ob der Kreativität, die manche da so an den Tag legen – meins ist das aber überhaupt nicht. War es auch noch nie und auch als Kind hab‘ ich mich nie sonderlich gerne verkleidet. Tun meine Kinder übrigens auch nicht- wunderts  jemanden? Mittlerweile bin ich gelegentlich aber durchaus bereit und in der Lage, mich dem Gruppendruck zu beugen, und jede Kostümparty souverän und sogar einigermassen gut gelaunt zu bestreiten, sofern sich denn der Kostümaufwand für mich auf ein Minimum beschränken lässt und die Getränkeauswahl stimmt!

3.Was ist das Unheimlichste, was Du jemals gemacht hast oder was Dir jemals passiert ist?

Oh, auch wenn ich auf den ersten Blick vielleicht ziemlich tough wirke – ich finde ziemlich vieles unheimlich, besonders wenn es mit Dunkelheit zu tun hat. Dunkles Wasser, Keller, Treppenhäuser, dunkle Straßen- das ist alles nicht meins, da bin ich voll Mädchen!
Das Unheimlichste, was ich je erlebt habe, war dann glaub ich auch eine nächtliche Rikschafahrt durch einen dunklen Wald, irgendwo auf Java (Indonesien) und ist ca. 25 Jahre her.
Gefühlt mitten in der Nacht (da es dort allerdings um 18.00 Uhr schlagartig dunkel wurde, mag es auch erst halb sieben gewesen sein), sind wir mit so einem ortstypischen Kleinbus an einer Art Haltestelle mitten im Nirgendwo angekommen und wollten weiter in irgendeinen kleinen Ort auf irgendeiner Halbinsel. Was wir nicht wussten-dazwischen lag ein ziemlich dichtes Waldstück und der Bus fuhr nicht weiter. Aber -glücklicher Zufall- mit Ankunft des Busses warteten dort bereits einige junge Rikschafahrer, allerdings jeder nur mit Platz für eine Person + Rucksack. Bis dahin alles nicht so dramatisch, wir waren ja zu viert oder fünft unterwegs und eigentlich froh, wie sich alles mal wieder gefügt hatte. Und hey, noch kurz durch den Wald und wir sind da, ist doch easy. Dachte ich. Allerdings dauerte es keine 10 Sekunden und die Fahrer hatten sich sternenförmig in der Dunkelheit verteilt, und der Wald hatte wirklich  alle und alles verschluckt. Jedes Geräusch, alle Stimmen, jegliche Spuren menschlichen Lebens. Die Fahrt hat dann zwar maximal eine Viertelstunde gedauert (die längste Viertelstunde meines Lebens!!!), aber  ich habe sie ungelogen in kompletter Todesangst verbracht und oskaverdächtig, der Film der sich vor meinem inneren Auge abgespielt hatte (ich erspare Euch die Einzelheiten)…
Und dann ganz plötzlich- tauchten Lichter auf im Dunkeln, und auch wenn ichs nicht geglaubt habe. Wir waren tatsächlich angekommen. Alle wieder da und unsere Fahrer haben sich gefreut. Bis heute habe ich nicht verstanden, ob das ganze als großer Spaß geplant, um die blöden Touris in wenig zu erschrecken war oder einfach nur Zufall.

 

4.Findest Du, dass die schlechten Tage oder gar schlechte Zeiten auch zum Leben gehören?

Naja, wären wir hier bei „Wünsch Dir was“ gäbe es durchaus Tage, Zeiten oder Ereignisse, auf die ich gut und gerne verzichten könnte.
Da wir das aber nun mal nicht sind, gehören sie eben einfach mal zum Leben dazu, ob wir es wollen oder nicht.  Die entscheidende Frage ist doch nur, wie wir damit umgehen.
Ich neige ja sowieso eher zu einem gesunden Pragmatismus und das macht es mir manchmal leichter, darauf zu vertrauen, dass irgendwann schon alles wieder gut wird. Vielleicht langsam und schleichend, vielleicht aber auch plötzlich mit einem großen Knall. BÄM! Und können nicht schlechte Zeiten manchmal auch etwas Gutes haben oder bewirken? Sei es, dass wir uns auf Dinge im Leben besinnen, die wirklich zählen oder aber um vielleicht neue Perspektiven und Wege zu entdecken, auf die wir anders nicht gekommen wären.

„the world you see is created by what you focus on. It’s never too late to adjust your lens“

 

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5. Machst Du gerne Komplimente?

Klar, ist schließlich gut fürs Karma.! Und typisch Frau-ich finde es manchmal auch einfacher, Komplimente zu machen als welche so ganz locker-flockig anzunehmen.
Allerdings mache ich nur wirklich ernstgemeinte Komplimente. Von mir hört niemand nur das, was er hören will und weil er es hören will. Dieses sogenannte „fishing for compliments“ find‘ ich nämlich ganz furchtbar und kann da auch echt bockig werden.
Aber wenn irgendjemand toll aussieht, irgendetwas toll gemacht hat oder einfach nur toll ist- DANN teile ich es ihm/ihr auch sehr gerne mit. Und das sogar völlig ungefragt und aus freien Stücken!

Das war’s auch schon wieder. Ich fürchte, meine Antworten waren diesmal nicht so wirklich spektakulär. Aber das ist das wirkliche Leben ja auch nicht immer, oder?
Bin auf jeden Fall sehr gespannt, mit was für seltsamsten Aufwach-Orten Ihr heute hier so aufwartet, und werde meine Bucketlist dann entsprechend ergänzen, versprochen!

bis zum nächsten Mal auf der kollektiven Bloggercouch- 2 Sitzungen bleiben uns hier ja immerhin noch hier für den ultimativen Seelenstriptease!

habt’s hübsch & stay golden

Britta

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